Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wamme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wamme · Nominativ Plural: Wammen
Aussprache  [ˈvamə]
Worttrennung Wam-me
Wortbildung  mit ›Wamme‹ als Erstglied: Wammerl
eWDG

Bedeutungen

1.
bei Säugetieren, besonders Rindern und Hunden, zwischen Kehle und Brust herabhängende Hautfalte
Beispiel:
Wer wird ihr [der Kuh] zureden und die Wamme kraulen [ Neue dt. Lit.1959]
bildlich
Beispiel:
Die breite Wamme, zu der sich sein [eines Beleibten] Doppelkinn … ausquoll [ TralowNeuhoff65]
2.
salopp Wampe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wampe · Wamme
Wampe Wamme f. ‘fetter Bauch’, bei Rindern und Hunden ‘Hängefalte zwischen Kehle und Brust’, ahd. wamba (8. Jh.), wambo, wamma (Hs. 13. Jh.), mhd. wambe, wampe, wamme ‘Bauch, Mutterleib, -schoß, Bauchteil am Tierfell, tierische Eingeweide’, asächs. wamba ‘Bauch’, mnd. mnl. wamme, nl. wam, aengl. wamb, womb, engl. womb, anord. vǫmb, schwed. (mundartlich) våmb, våmm, got. wamba. Herkunft ungeklärt. Verwandtschaft mit aind. vapā́ ‘Eingeweidehaut, Netzhaut’ ist kaum anzunehmen. Auch Anschluß (mit Nasalierung) an die unter wabbeln (s. d.) dargestellte Wortgruppe im Sinne von ‘Weiches, sich schwankend Bewegendes’ ist zweifelhaft. Vgl. sich die Wampe vollschlagen ‘übermäßig essen’.

Verwendungsbeispiele für ›Wamme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Wölbung im Fels wurde zur Wamme eines Auerochsen, ein Grat zum Widerrist eines Pferdes, ein Loch zum Kuhauge. [Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39]
Zitationshilfe
„Wamme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wamme>.

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