Wandelschuldverschreibung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wandelschuldverschreibung · Nominativ Plural: Wandelschuldverschreibungen
Worttrennung Wan-del-schuld-ver-schrei-bung
Wortzerlegung wandeln1Schuldverschreibung
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Bankwesen Schuldverschreibung einer Aktiengesellschaft, die neben der festen Verzinsung das Recht auf Umtausch in Aktien verbrieft
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die begebenen Wandelschuldverschreibungen
als Akkusativobjekt: Wandelschuldverschreibungen ausgeben, erwerben, zeichnen
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Wandelschuldverschreibungen in Aktien [tauschen]; eine Wandelschuldverschreibung in Höhe, im Nennbetrag von [100 Euro]
als Genitivattribut: die Ausgabe, Begebung, der Inhaber einer Wandelschuldverschreibung
Beispiele:
Wer […] in einem längeren Zeitraum auf steigende Kurse setzt, dem bieten sich die Anlage in Wandelschuldverschreibungen (Wandelanleihen) an. Wandelschuldverschreibungen sind salopp ausgedrückt Zwitter. Der Anleger zeichnet zunächst eine festverzinsliche Anleihe, die er nach einer festgelegten Sperrfrist in eine vorher festgelegte Anzahl Aktien umtauschen kann. [Der Tagesspiegel, 28.01.2000]
Der Immobilienkonzern […] hat sich über den Anleihemarkt frisches Geld ins Haus geholt. Wandelschuldverschreibungen im Volumen 375 Millionen Euro seien am Markt platziert worden, teilte das […] Unternehmen […] mit. [Neue Zürcher Zeitung, 13.05.2014]
Kräftig dazuverdient haben […] die Mitarbeiter des Münchner Medienunternehmens […], das 1997 an die Börse ging. 45 der damals 50 Angestellten unterzeichneten Wandelschuldverschreibungen und profitierten von der Kursexplosion von 17 Mark auf über 2.600 Mark. [Welt am Sonntag, 11.07.1999]
Nur wenige Monate, nachdem Daimler‑Benz mit 5,7 Milliarden Mark den höchsten Verlust in der Geschichte des Konzerns ausweisen mußte, durften die Vorstände ihre Wandelschuldverschreibungen in Aktien tauschen und einen satten Gewinn von über zwanzig Prozent einstreichen – eine schöne Belohnung für einen Riesenverlust. [Die Zeit, 03.01.1997, Nr. 2]
Die erste Welle von Wandelschuldverschreibungen erlebten wir in den Jahren 1951–52. Damals waren nur wenige Gesellschaften in der Lage, Kapitalerhöhungen durchzuführen. Die Aktienkurse lagen zu niedrig, als daß der Aktienbezug attraktiv gewesen wäre. [Die Zeit, 13.03.1958, Nr. 11]

letzte Änderung:

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Wandelanleihe · ↗Wandelobligation · Wandelschuldverschreibung
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Kapitalverwässerung · Verwässerungseffekt

Typische Verbindungen zu ›Wandelschuldverschreibung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wandelschuldverschreibung‹.

Zitationshilfe
„Wandelschuldverschreibung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wandelschuldverschreibung>, abgerufen am 15.06.2021.

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