Wanst, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wanstes · Nominativ Plural: Wänste
Aussprache
Wortbildung mit ›Wanst‹ als Letztglied: ↗Dickwanst · ↗Fettwanst
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
salopp, derb Bauch
Beispiele:
sich [Dativ] den Wanst vollschlagen (= sehr viel essen)
er hat einen ganz schönen Wanst
2.
salopp, derb, abwertend dicker, feister Mann
Beispiel:
lächerlich, daß wir uns von diesem dummen Wanst ... um unseren Plan bringen ließen [WelkHoher Befehl94]
3.
Pansen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wanst m. ‘dicker Bauch’, ahd. wanast, wenist (11. Jh.), mhd. wanst ‘Eingeweide der Bauchhöhle’ (zunächst bei Tieren), ‘Magen (Pansen) und Gedärme, der Tierbauch und seine Fettpolster’ (mit st-Suffix) sowie (ablautend) isl. vinstur, norw. (mundartlich) vinster ‘Labmagen’, schwed. (mundartlich) vinster, vänster ‘Krankheit im Magen eines Schafes’ (mit str-Suffix) lassen sich mit aind. vaniṣṭhúḥ ‘ein im Opfer verwendeter Teil der Eingeweide eines Tieres’, griech. ḗnystron (ἤνυστρον) ‘Labmagen’, lat. vēnsīca, vēsīca ‘Blase, Harnblase’ vergleichen. Weiteres ungewiß. Seit dem 15. Jh. steht Wanst in derber Ausdrucksweise auch für den menschlichen Bauch, dann übertragen für einen fetten, habgierigen Menschen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(dicker) Bauch · ↗Schmerbauch  ●  Feinkostgewölbe  ugs. · ↗Plauze  ugs. · Rettungsringe  ugs. · ↗Speckgürtel  ugs. · ↗Wampe  ugs. · Wanst  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bierbauch  ●  ↗Wampe  ugs. · Wanst  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

anfressen dick fett mächtig vollschlagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wanst‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt aber schmatzt er sich noch einen dicken Wanst an.
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2002
Die sind jetzt unterwegs und futtern sich für den Winter einen dicken Wanst an.
Bild, 22.09.2000
Rusty fraß sich einen kapitalen Wanst an, gegen den Salzgeber bis Olympia angehen muss.
Die Welt, 14.06.2004
Er streckte sich behaglich, während die Sonne seinen Wanst bebrütete, und sah mit tiefen Augen zu dem Flanierenden auf.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 906
Feiste Backen hatte der Kerl, einen prächtigen Wanst, stechende Augen und den Mund voller Goldzähne.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 95
Zitationshilfe
„Wanst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wanst#1>, abgerufen am 16.11.2018.

Weitere Informationen …

Wanst, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wanstes · Nominativ Plural: Wänster
Aussprache
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp, scherzhaft kleines (ungezogenes) Kind
Beispiele:
fort mir dir, du (kleines) Wanst!
Die Sache ist die ... daß sich die beiden Wänster nun nicht mehr vertragen wollen [StrittmatterTinko205]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wanst m. ‘dicker Bauch’, ahd. wanast, wenist (11. Jh.), mhd. wanst ‘Eingeweide der Bauchhöhle’ (zunächst bei Tieren), ‘Magen (Pansen) und Gedärme, der Tierbauch und seine Fettpolster’ (mit st-Suffix) sowie (ablautend) isl. vinstur, norw. (mundartlich) vinster ‘Labmagen’, schwed. (mundartlich) vinster, vänster ‘Krankheit im Magen eines Schafes’ (mit str-Suffix) lassen sich mit aind. vaniṣṭhúḥ ‘ein im Opfer verwendeter Teil der Eingeweide eines Tieres’, griech. ḗnystron (ἤνυστρον) ‘Labmagen’, lat. vēnsīca, vēsīca ‘Blase, Harnblase’ vergleichen. Weiteres ungewiß. Seit dem 15. Jh. steht Wanst in derber Ausdrucksweise auch für den menschlichen Bauch, dann übertragen für einen fetten, habgierigen Menschen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(dicker) Bauch · ↗Schmerbauch  ●  Feinkostgewölbe  ugs. · ↗Plauze  ugs. · Rettungsringe  ugs. · ↗Speckgürtel  ugs. · ↗Wampe  ugs. · Wanst  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bierbauch  ●  ↗Wampe  ugs. · Wanst  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

anfressen dick fett mächtig vollschlagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wanst‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt aber schmatzt er sich noch einen dicken Wanst an.
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2002
Die sind jetzt unterwegs und futtern sich für den Winter einen dicken Wanst an.
Bild, 22.09.2000
Rusty fraß sich einen kapitalen Wanst an, gegen den Salzgeber bis Olympia angehen muss.
Die Welt, 14.06.2004
Er streckte sich behaglich, während die Sonne seinen Wanst bebrütete, und sah mit tiefen Augen zu dem Flanierenden auf.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 906
Feiste Backen hatte der Kerl, einen prächtigen Wanst, stechende Augen und den Mund voller Goldzähne.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 95
Zitationshilfe
„Wanst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wanst#2>, abgerufen am 16.11.2018.

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