Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wanst, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wanstes · Nominativ Plural: Wänste
Aussprache  [vanst]
Wortbildung  mit ›Wanst‹ als Letztglied: Dickwanst · Fettwanst · Zerrwanst

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [salopp, derb] Bauch
  2. 2. [salopp, derb, abwertend] dicker, feister Mann
  3. 3. Pansen
eWDG

Bedeutungen

1.
salopp, derb Bauch
Beispiele:
sich [Dativ] den Wanst vollschlagen (= sehr viel essen)
er hat einen ganz schönen Wanst
2.
salopp, derb, abwertend dicker, feister Mann
Beispiel:
lächerlich, daß wir uns von diesem dummen Wanst … um unseren Plan bringen ließen [ WelkHoher Befehl94]
3.
Pansen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wanst m. ‘dicker Bauch’, ahd. wanast, wenist (11. Jh.), mhd. wanst ‘Eingeweide der Bauchhöhle’ (zunächst bei Tieren), ‘Magen (Pansen) und Gedärme, der Tierbauch und seine Fettpolster’ (mit st-Suffix) sowie (ablautend) isl. vinstur, norw. (mundartlich) vinster ‘Labmagen’, schwed. (mundartlich) vinster, vänster ‘Krankheit im Magen eines Schafes’ (mit str-Suffix) lassen sich mit aind. vaniṣṭhúḥ ‘ein im Opfer verwendeter Teil der Eingeweide eines Tieres’, griech. ḗnystron (ἤνυστρον) ‘Labmagen’, lat. vēnsīca, vēsīca ‘Blase, Harnblase’ vergleichen. Weiteres ungewiß. Seit dem 15. Jh. steht Wanst in derber Ausdrucksweise auch für den menschlichen Bauch, dann übertragen für einen fetten, habgierigen Menschen.

Typische Verbindungen zu ›Wanst‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wanst‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wanst‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt aber schmatzt er sich noch einen dicken Wanst an. [Süddeutsche Zeitung, 25.11.2002]
Die sind jetzt unterwegs und futtern sich für den Winter einen dicken Wanst an. [Bild, 22.09.2000]
Die Temperaturen zwingen feiste Männer und bleiche Frauen außerdem dazu, ihre Waden, Wänste und sogar die unförmigen Köpfe zu verhüllen. [Süddeutsche Zeitung, 28.12.1996]
Die FDP hat ein besseres Ende verdient, als im Wanst der Neuen Rechten zu landen. [Süddeutsche Zeitung, 15.01.1996]
Rusty fraß sich einen kapitalen Wanst an, gegen den Salzgeber bis Olympia angehen muss. [Die Welt, 14.06.2004]
Zitationshilfe
„Wanst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wanst#1>.

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Wanst, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wanstes · Nominativ Plural: Wänster
Aussprache  [vanst]
eWDG

Bedeutung

salopp, scherzhaft kleines (ungezogenes) Kind
Beispiele:
fort mir dir, du (kleines) Wanst!
Die Sache ist die … daß sich die beiden Wänster nun nicht mehr vertragen wollen [ StrittmatterTinko205]

Typische Verbindungen zu ›Wanst‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wanst‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wanst‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt aber schmatzt er sich noch einen dicken Wanst an. [Süddeutsche Zeitung, 25.11.2002]
Die sind jetzt unterwegs und futtern sich für den Winter einen dicken Wanst an. [Bild, 22.09.2000]
Die Temperaturen zwingen feiste Männer und bleiche Frauen außerdem dazu, ihre Waden, Wänste und sogar die unförmigen Köpfe zu verhüllen. [Süddeutsche Zeitung, 28.12.1996]
Die FDP hat ein besseres Ende verdient, als im Wanst der Neuen Rechten zu landen. [Süddeutsche Zeitung, 15.01.1996]
Rusty fraß sich einen kapitalen Wanst an, gegen den Salzgeber bis Olympia angehen muss. [Die Welt, 14.06.2004]
Zitationshilfe
„Wanst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wanst#2>.

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