Warnung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Warnung · Nominativ Plural: Warnungen
Aussprache 
Worttrennung War-nung
Wortzerlegung warnen -ung
Wortbildung  mit ›Warnung‹ als Erstglied: Warnungsfahne · Warnungsruf · Warnungsschild · Warnungssignal · Warnungstafel · Warnungszeichen
 ·  mit ›Warnung‹ als Letztglied: Abstandswarnung · Flutwarnung · Frostwarnung · Frühwarnung · Gewinnwarnung · Lawinenwarnung · Luftwarnung · Reisewarnung · Spoilerwarnung · Sturmwarnung · Terrorismuswarnung · Terrorwarnung · Tsunamiwarnung · Unwetterwarnung · Wetterwarnung
eWDG

Bedeutung

Hinweis auf etw. jmdm. Drohendes, auf Gefahr für jmdn.
Beispiele:
eine ernste, eindringliche Warnung
er überhörte alle Warnungen, schlug alle Warnungen in den Wind
Das Zentralkomitee richtete eine … Warnung an die Arbeiterklasse [ Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung9,129]
etw. ist jmdm. eine Warnungetw. ist jmdm. eine Lehre
Beispiele:
das war mir eine Warnung fürs Leben
das soll dir eine Warnung sein
diesen Vorfall lass dir als Warnung dienen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

warnen · Warnung · verwarnen
warnen Vb. ‘von einer drohenden Gefahr unterrichten, zur Vorsicht mahnen’, ahd. warnōn (8. Jh.), warnēn, warnen (9. Jh.), mhd. mnd. warnen ‘sich vorsehen, vorbereiten, rüsten, behüten, schützen’, mnl. warnen, waernen, aengl. war(e)nian, wearnian, engl. to warn, anord. varna stellen sich als Bildungen mit n-haltigem Suffix zu den unter wahren (s. d.) dargestellten Wortformen mit einer Ausgangsbedeutung ‘(sich) vorsehen’. Der heutige Gebrauch entwickelt sich aus bereits ahd. anklingendem ‘auf etw. (eine Gefahr) hinweisen und (zur Verhinderung) ermahnen’. Warnung f. ‘Hinweis auf eine drohende Gefahr’ (16. Jh.), ahd. warnunga (um 1000), mhd. warnunge ‘Vorbereitung, Zurüstung, Schutz, Vorsicht, Achtsamkeit, Hinweis’. verwarnen Vb. ‘mit Strafe drohen’ (2. Hälfte 18. Jh.), älter ‘zurechtweisen, auf eine Gefahr hinweisen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mahnung · Vorwarnung · Warnung

Typische Verbindungen zu ›Warnung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Warnung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Warnung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur wenige Tage später flatterte ihm die dringende Warnung ins Haus. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 164]
Ich denke vielmehr an die Warnung, die er uns nachgeschrien hat. [Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 376]
Auch hier mag eine Warnung vor zu raschem Verstehen angefügt sein. [Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 952]
Es ist vielleicht nicht unzeitgemäß, auf eine Warnung aus dem Jahr 1926 hinzuweisen. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 11]
Am Ende haben sich dennoch die Befürworter mit einer – wenn auch leisen – Warnung durchgesetzt. [Der Spiegel, 28.10.1996]
Zitationshilfe
„Warnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Warnung>.

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