Warte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Warte · Nominativ Plural: Warten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungWar-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Warte‹ als Letztglied: ↗Sternwarte
eWDG, 1977

Bedeutungen

veraltet hochgelegener Ort, Standort, von dem man etw. überblicken, beobachten kann
Beispiel:
Das Meer konnten wir von der hohen Warte dieses gläsernen Speisesaales bis weit hinaus überschauen [JahnnNiederschrift2,494]
übertragen Standpunkt, Position
Beispiele:
von ihrer, unserer, meiner Warte aus gesehen, nimmt sich das so aus
[ein] Referat August Bebels ... das er von einer prinzipiell revolutionären, marxistischen Warte aus hielt [Gesch. d. dt. ArbeiterbewegungIV, 34]
von höherer, hoher Warte (aus)von einer Position, von der man größere Zusammenhänge überschaut
Beispiel:
etw. von höherer Warte aus betrachten, beurteilen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Warte f. ‘Ausguck, Wachturm, Wachort’, ahd. warta ‘das Ausschauen, Posten, Wache, Obacht’ (8. Jh.), mhd. warte ‘spähendes Ausschauen, Wache, Wachort’, asächs. warda, mnd. warde, mnl. waerde, warde, aengl. weard ‘Wache, Schutz’, engl. ward ‘Gewahrsam, Obhut’, anord. varða ‘aus Steinen gebildetes Wegzeichen’ ist mit dem Suffix ie. -tā, germ. -þō zu der unter ↗wahren (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯er- ‘gewahren, achtgeben’ gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Leitwarte · Steuerraum · Warte
Synonymgruppe
Observatorium · Warte
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anruf Bangen Barbar Christkind Dunkelheit Endspiel Hoffen Schweigen Tod Warten Wunder allerhöchst argumentieren bang betrachten beurteilen einsam endlos erhaben erhöht heutig hoch inszenieren moralisch neutral urteilen vergeblich verkürzen überblicken übergeordnet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Warte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die ausgehängten Programme verkürzen mir seit Jahrzehnten das Warten auf die gelben Wagen.
Der Tagesspiegel, 20.11.2000
Beim Warten kommen sie sich näher, denn irgendwie müssen sie ja die Zeit überbrücken.
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2000
Wer allein im Zimmer warten muß, wird sich tatsächlich auf das Warten beschränken.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 117
Aber gerade das Warten auf Post macht mich oft sehr unglücklich.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 07.09.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich weiß, das Warten auf den Brief ist schrecklich und dafür kamen nach dem dritten Tag gleich vier Briefe auf einmal.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 24.01.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Warte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Warte>, abgerufen am 17.12.2018.

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