Wartung, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wartung · Nominativ Plural: Wartungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungWar-tung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wartung‹ als Erstglied: Wartungskosten · Wartungspersonal · Wartungszeit · wartungsarm · wartungsfrei · wartungsfreundlich · wartungsintensiv
eWDG, 1977

Bedeutung

das Warten
entsprechend der Bedeutung von warten2
Beispiele:
die Pflege und Wartung der Maschinen, Fahrzeuge
diese Geräte brauchen, verlangen wenig Wartung
durch Wartung bedingte Stillstandszeiten
Kind und Kuh verlangen Wartung, eines soviel wie das andere [Suderm.6,136]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

warten · Wärter · Wartung · aufwarten
warten Vb. ‘verweilen, bleiben, bis etw. Bestimmtes eintritt, harren, pflegen’, ahd. wartēn (8. Jh.), mhd. warten ‘spähen, (aus)schauen (nach), wahrnehmen, Anwartschaft haben, sich vorsehen, sorgen, pflegen’, asächs. wardon ‘sich hüten, sorgen für, schützen’, mnd. warden ‘erwarten, Anwartschaft haben, besorgen, sich hüten’, mnl. waerden, aengl. weardian ‘hüten, bewahren, zurückbleiben’, engl. to ward (älter) ‘bewahren, schützen, verteidigen’, anord. varða ‘abgrenzen, schützen, warten, verantworten’, schwed. vårda ‘pflegen, schonen’ ist wie das unter ↗Warte (s. d.) behandelte Substantiv zu der unter ↗wahren (s. d.) genannten Wurzel gebildet. Die Ausgangsbedeutung ‘seinen Blick auf etw. richten’ geht über in ‘achthaben, sorgen, pflegen’, auch ‘seinen Blick auf das Begehrte richten, das man zu erhalten hofft’, und führt zu der heute allgemein üblichen Bedeutung ‘harren’, zuerst bei Notker (um 1000). Im zuletzt genannten Sinne verdrängt warten das alte starke Verb ahd. bītan (8. Jh.), mhd. bīten, nhd. (bis ins 17. Jh.) beiten ‘warten’, asächs. bīdan, mnd. mnl. bīden, aengl. bīdan, engl. to bide, anord. bīða, got. beidan. Wärter m. ‘Aufseher, Wächter, Pfleger’, ahd. wartāri (9. Jh.; vgl. turiwartāri ‘Türwärter, Pförtner’, um 800), mhd. warter, werter. Wartung f. ‘Pflege’, in alter Sprache auch ‘das Ausschauen, Achthaben auf etw., Wache’ (15. Jh.). aufwarten Vb. ‘bedienen’, mhd. ūfwarten ‘achten auf, dienen’.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Erhaltung · Instandhaltung · Pflege · Überholung · Unterhalt · Unterhaltung · Wartungsarbeiten
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn für eine Wartung sind bis zu 1800 Euro fällig.
Die Welt, 08.05.2004
So etwas strapaziert selbst den besten Flügel, erfordert sorgfältigste Wartung.
Süddeutsche Zeitung, 27.05.1998
Liegende Frauen bedürfen einer liebenden Wartung - wer denkt da an Arges?
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 139
Das Gerät ist mechanisch anspruchslos und unempfindlich, es verlangt keine besondere Wartung.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 257
Gemeint sind die Pflege und Wartung des rollenden Materials und das Fertigmachen der Züge.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 65
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anlagen Anschaffung Bedienung Bewachung Catering Ersatzteile Erstellung Heizung Inbetriebnahme Inspektion Installation Instandhaltung Instandsetzung Kundendienst Montage Pflege Projektierung Reinigung Reparatur Schulung Service Verschleißreparaturen Vertrieb mangelhafte mangelnde regelmäßige routinemäßigen schlampige unsachgemäße Überholung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wartung‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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