Warze, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Warze · Nominativ Plural: Warzen
Aussprache
WorttrennungWar-ze (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Warze‹ als Erstglied: ↗Warzengeschwulst · ↗Warzenhof · ↗Warzenschwein · ↗Warzenstift · ↗warzenartig · ↗warzenförmig
 ·  mit ›Warze‹ als Letztglied: ↗Genitalwarze  ·  mit ›Warze‹ als Grundform: ↗warzig
eWDG, 1977

Bedeutung

kleine, erhabene, hornige Wucherung der Haut, die sich an Händen, Füßen und im Gesicht bildet
Beispiele:
eine Warze am Finger, auf der Nase
eine Warze wegätzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Warze f. ‘kleiner, rundlicher Auswuchs der Haut’, ahd. warza (8. Jh.), mhd. warze, werze, asächs. warta, mnd. warte, mnl. worte, warte, (mit Metathese) wratte, nl. wrat, afries. warte, aengl. wearte, engl. wart, anord. varta, schwed. vårta (germ. *wartōn f.) stellt sich als Bildung mit Dentalsuffix wie ablautendes aslaw. vrědъ ‘(Leibes)schaden’, russ. (älter) véred (веред) ‘Geschwür, Eiterbeule’ zur Wurzel ie. *u̯er- ‘erhöhte Stelle (im Gelände oder in der Haut)’. Dazu (mit s-Suffix) ahd. werra ‘Krampfader’ (Hs. 13. Jh.), aengl. wearr ‘Schwiele, Warze’, lat. verrūca (aus *u̯ersūcā ‘Erhebung’) ‘Warze’ und (mit n-Suffix) ahd. wern, werna ‘Krampfader’ (9. Jh.). Vgl. ferner lat. varus ‘Gesichtsausschlag, Knöspchen’, lat. varix ‘Krampfader’, lit. vìras ‘Finne im Schweinefleisch’, vielleicht auch mir. ferbb ‘Hitzblatter, Finne’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Behandlung Brust Entfernung Fuß Gesicht Gürtelrose Haar Haut Kinn Leberfleck Muttermal Narbe Nase Nasenflügel Wange auffällig behaart besprechen dick entfernen harmlos heilen hervorrufen häßlich verschwinden verursachen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Warze‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um die Welt zu verbessern, müssen wir erst einmal sehen, wie sie ist, mit allem, auch mit den Warzen.
Die Zeit, 04.01.2010, Nr. 01
Denn bald schlief er ein, hielt aber die Warze noch fest.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 57
Auch bei schlaffen, weichen Warzen darf man dieses Verfahren anwenden.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 944
Die langen Haare, der Bart und die Warze sind noch da, wo sie immer waren.
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2002
Sie schielte und hatte eine große Warze auf der Backe.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 623
Zitationshilfe
„Warze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Warze>, abgerufen am 14.11.2019.

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