Wasen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wasens · Nominativ Plural: Wasen
Aussprache 
Worttrennung Wa-sen (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Wasen‹ als Erstglied: ↗Wasenmeister
eWDG, 1977

Bedeutung

landschaftlich, besonders österreichisch Rasen, feuchter Boden
Beispiel:
Der Existenzkampf ist ein Produkt des Roggenbodens, des kargen Wasens [WeisenbornMemorial119]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wasen · Wasenmeister
Wasen m. ‘Rasen, Feuchtwiese’, ahd. waso ‘grasbewachsene Erdscholle’ (9. Jh., erdwaso, 8. Jh.), mhd. wase ist als r-lose Form wohl anzuschließen an ↗Wrasen (s. d.). Im Obd. steht Wasen auch für ‘Landstück zum Ausweiden gefallenen Viehs, Schindanger’, dazu Wasenmeister m. ‘Abdecker, Scharfrichter’ (15. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Wasen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wasen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wasen‹

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Den Wasen kann man vielleicht mit dem Frühlingsfest in München vergleichen.
Die Zeit, 14.09.2009, Nr. 37
Der Mann, um den sich der Stern dreht, war allerdings nur zu Besuch auf dem Wasen.
Der Tagesspiegel, 19.11.2000
Vor zwei Jahren hätte man ihm auf dem Wasen ein Denkmal hingestellt.
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2000
Man will, wenn man auf den Wasen geht, auch vorne dabeisein in der Bundesliga.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.1997
Zwar durfte Faerber in Stuttgart, nachdem die Zigeuner-Mission abgezogen war, wieder ganze Großfamilien vom Wasen schleppen lassen, behutsam, versteht sich.
Der Spiegel, 06.10.1980
Zitationshilfe
„Wasen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wasen>, abgerufen am 28.05.2020.

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