Webstuhl, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungWeb-stuhl (computergeneriert)
WortzerlegungwebenStuhl1
Wortbildung mit ›Webstuhl‹ als Letztglied: ↗Bandwebstuhl · ↗Handwebstuhl · ↗Hochwebstuhl
eWDG, 1977

Bedeutung

Gerät oder Maschine zum Herstellen von Geweben
Beispiele:
ein mechanischer Webstuhl
Erwachsene Kinder und Unmündige, von Jugend auf an die Balken des Webstuhls gefesselt, dessen Pedale sie ununterbrochen treten mußten [G. Hauptm.Quint1,16]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

weben · Weber · Webstuhl
weben Vb. ‘durch Verkreuzen von Längs- und Querfäden textiles Gewebe herstellen’. Das ursprünglich stark flektierende Verb ahd. weban ‘weben, flechten’ (um 800), mhd. weben, auch ‘sich hin und her bewegen, wirken, spinnen’, mnd. mnl. wēven, nl. weven, afries. weva, aengl. wefan, engl. to weave, anord. vefa, schwed. väva (germ. *weban) hat neben sich ein schwach flektierendes Verb mhd. weben ‘weben’, mnd. weffen ‘weben, flechten, knüpfen’, aengl. webbian ‘ersinnen, ausdenken’, anord. vefja ‘(ein)wickeln’, vefjask ‘hin und her fahren’; vgl. auch die unter ↗Gewebe (s. d.) und ↗wabbeln (s. d.) angegebenen Formen. Außergerm. sind vergleichbar aind. ubhnā́ti, umbháti, unápti ‘schnürt zusammen, bedeckt’, ūrṇa-vā́bhiḥ ‘Spinne’, griech. hyphá͞inein (ὑφαίνειν) ‘weben, anzetteln, ersinnen, verfertigen’, hyphḗ (ὑφή) ‘Gewebe’. Für alle Formen läßt sich eine Wurzel ie. *u̯ebʰ- ‘weben, flechten, knüpfen, sich hin und her bewegen, wimmeln’ erschließen. Hierzu gehören auch die unter ↗Wabe, ↗Waffel und ↗Wespe (s. d.) behandelten Substantive. Weber m. ‘wer webt’, ahd. webāri, weberi (Hs. 12. Jh.), mhd. webære, weber. Webstuhl m. ‘Gerät zum Weben’ (Anfang 16. Jh.), Weberstuhl (15. Jh.).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Webmaschine · Webstuhl
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baum Dampfmaschine Einführung Erfindung Fabrik Frucht Klappern Pedal Spindel Spinnmaschine Spinnrad Teppich Weber Weberei Webstuhl aufstellen automatisch bedienen golden hölzern klappern konstruieren mechanisch rattern riesig sausend sitzen uralt verarbeiten weben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Webstuhl‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch hier klapperte einst ein alter Webstuhl, auf dem Tweed hergestellt wurde.
Der Tagesspiegel, 30.03.2001
Und zwei große alte Webstühle zeugen von dem Vorhaben, hier künftig traditionelles Handwerk zu zeigen.
Süddeutsche Zeitung, 15.06.1996
Er half seinem Vater am Webstuhl und hütete die Gänse.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 3144
Er ging in die Nähe des Fensters und setzte sich tatsächlich vor einen allerliebsten kleinen Webstuhl.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6907
Wie das Rad lehnen sie jede mechanische Technik ab, mit Ausnahme der primitivsten Webstühle.
Bertaux, Pierre: Afrika bis zum Kommen der Europäer. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17546
Zitationshilfe
„Webstuhl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Webstuhl>, abgerufen am 20.05.2019.

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