Wecken, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Weckens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungWe-cken
eWDG, 1977

Bedeutung

das Wachmachen einer größeren Gemeinschaft am Morgen
Beispiele:
um 7 Uhr ist Wecken
Nach dem Wecken [im Ferienlager] beginnt eine kurze Morgengymnastik [Gesundheit1970]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weck · Wecken · Wecke
Weck, Wecken m. auch Wecke f. ‘längliches Brötchen’, ahd. weggi ‘Keil’ (10. Jh.), mhd. wecke, wegge ‘Keil’ und übertragen ‘keilförmiges, mit zwei Spitzen versehenes Backwerk’, asächs. weggi ‘Keil’, mnd. wegge, wigge ‘Keil, keilförmiges Weizenbrötchen’, mnl. wegghe, nl. wegge, weg ‘Keil, Weizenbrötchen’, aengl. wecg, engl. wedge ‘Keil, keilförmiges Stück (Kuchen)’, anord. veggr, schwed. vigg(e), (mundartlich) vägg(e) ‘Keil’ führen auf germ. *wagja-. Vergleichbar ist lit. vãgis ‘Haken, Zapfen, Keil, Pflock’. Dazu stellt man ferner ahd. waganso ‘Pflugschar’ (um 800), anord. vangsni (aus *vagsni), schwed. (mundartlich) vangs ‘Pflugschar’, griech. ophnís (ὀφνίς), lat. vōmis, vōmer ‘Pflugschar’. Damit kann von ie. *u̯ogu̯hi̯o- ‘Keil’ und ie. *u̯ogu̯hni- ‘Pflugschar’ ausgegangen werden. Die alte Bedeutung ‘Keil, Werkzeug aus Holz oder Eisen, das in etw. getrieben wird’ bewahren nur obd. Mundarten, sonst bezeichnet Weck(en) vornehmlich das (ursprünglich wohl an bestimmten Festtagen gereichte) keilförmige, mit zwei Spitzen versehene Backwerk (14. Jh.; doch vgl. schon ‘Gebäck aus Weizenmehl’, 12. Jh.). Südd. und öst. wird Weck(en) zum üblichen Ausdruck für ‘Semmel’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brot · ↗Brotlaib  ●  Wecken  regional
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Morgen morgendlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er tut es ehrenamtlich und wird nicht eigens dafür bezahlt; er ist ein Liebhaber und Virtuose in der Kunst des vorzeitigen, aber radikalen Weckens.
Die Zeit, 11.09.1958, Nr. 37
Der Zeitpunkt des Weckens wurde um so früher, je jünger die Erinnerungen waren.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2002
Zitationshilfe
„Wecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wecken#1>, abgerufen am 20.04.2019.

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Wecken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weckens · Nominativ Plural: Wecken
Aussprache
WorttrennungWe-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wecken‹ als Letztglied: ↗Brotwecken
eWDG, 1977

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Gebäck
a)
(längliches) Weizenbrötchen
Beispiel:
Dazu gab es eine Tasse Kaffee, ein Stück Zucker und einen Wecken [HesseUnterm Rad1,435]
b)
ein Wecken (Brot)ein längliches Brot
Beispiele:
einen frischen Wecken kaufen
Ich muß zum Bäcker, Kuchen holen, oder wenigstens einen Wecken frisches Brot [E. WeißVerschwender206]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weck · Wecken · Wecke
Weck, Wecken m. auch Wecke f. ‘längliches Brötchen’, ahd. weggi ‘Keil’ (10. Jh.), mhd. wecke, wegge ‘Keil’ und übertragen ‘keilförmiges, mit zwei Spitzen versehenes Backwerk’, asächs. weggi ‘Keil’, mnd. wegge, wigge ‘Keil, keilförmiges Weizenbrötchen’, mnl. wegghe, nl. wegge, weg ‘Keil, Weizenbrötchen’, aengl. wecg, engl. wedge ‘Keil, keilförmiges Stück (Kuchen)’, anord. veggr, schwed. vigg(e), (mundartlich) vägg(e) ‘Keil’ führen auf germ. *wagja-. Vergleichbar ist lit. vãgis ‘Haken, Zapfen, Keil, Pflock’. Dazu stellt man ferner ahd. waganso ‘Pflugschar’ (um 800), anord. vangsni (aus *vagsni), schwed. (mundartlich) vangs ‘Pflugschar’, griech. ophnís (ὀφνίς), lat. vōmis, vōmer ‘Pflugschar’. Damit kann von ie. *u̯ogu̯hi̯o- ‘Keil’ und ie. *u̯ogu̯hni- ‘Pflugschar’ ausgegangen werden. Die alte Bedeutung ‘Keil, Werkzeug aus Holz oder Eisen, das in etw. getrieben wird’ bewahren nur obd. Mundarten, sonst bezeichnet Weck(en) vornehmlich das (ursprünglich wohl an bestimmten Festtagen gereichte) keilförmige, mit zwei Spitzen versehene Backwerk (14. Jh.; doch vgl. schon ‘Gebäck aus Weizenmehl’, 12. Jh.). Südd. und öst. wird Weck(en) zum üblichen Ausdruck für ‘Semmel’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brot · ↗Brotlaib  ●  Wecken  regional
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Morgen morgendlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er tut es ehrenamtlich und wird nicht eigens dafür bezahlt; er ist ein Liebhaber und Virtuose in der Kunst des vorzeitigen, aber radikalen Weckens.
Die Zeit, 11.09.1958, Nr. 37
Der Zeitpunkt des Weckens wurde um so früher, je jünger die Erinnerungen waren.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2002
Zitationshilfe
„Wecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wecken#2>, abgerufen am 20.04.2019.

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