Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wecker, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weckers · Nominativ Plural: Wecker
Aussprache 
Worttrennung We-cker
Wortzerlegung wecken -er
Wortbildung  mit ›Wecker‹ als Erstglied: Weckeruhr  ·  mit ›Wecker‹ als Letztglied: Kurzzeitwecker · Küchenwecker · Radiowecker · Reisewecker
Mehrwortausdrücke  jmdm. auf den Wecker gehen
eWDG

Bedeutung

Uhr mit Läutewerk, das zu einer bestimmten Zeit, die man vorher einstellt, ausgelöst wird
Beispiele:
den Wecker (auf 5 Uhr) stellen
den Wecker aufziehen
der Wecker klingelt, rasselt, schrillt
landschaftlichder Wecker läutet
der Wecker tickt laut
salopp, übertragen etw., jmd. fällt jmdm. auf den Weckeretw., jmd. wird jmdm. lästig, unangenehm
Beispiel:
Der Feldwebel, dessen männliches Gebaren der Seiffert zuletzt, wie sie es wörtlich nannte, ›auf den Wecker gefallen‹ war [ BöllDienstfahrt73]
salopp, abwertend (große, plumpe) Armbanduhr, Taschenuhr
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wecken · Wecker · aufwecken · erwecken
wecken Vb. ‘wach, munter machen, aus dem Schlaf holen’, ahd. (um 800), mhd. wekken ‘wach machen, erwecken, erregen, beginnen’, asächs. wekkian, mnd. mnl. wecken, nl. wekken, aengl. weccan, anord. vekja, schwed. väcka, got. uswakjan ist Kausativum (germ. *wakjan) zu einem stark flektierenden Verb, resthaft bezeugt in mnl. wiec (Prät.) ‘wachte’, aengl. wacan (Prät. wōc) ‘erwachen, geboren werden’, anord. vakinn (Part. Prät.) ‘wach’. Es ist verwandt mit wachen, Wacht, wacker (s. d.) sowie mit aind. vā́jaḥ ‘Kraft, Stärke, Schnelligkeit, (Wett)kampf, Kampfpreis’, lat. vegēre ‘munter sein, antreiben’, so daß eine Wurzel ie. *u̯eg̑- ‘frisch, stark sein’ anzusetzen ist. Die germ. Bedeutung ‘aus dem Schlaf holen’ ist eine Verengung der umfassenderen ‘wach, munter machen’. – Wecker m. ‘Uhr mit Signalwerk’ (17. Jh.), ‘Schlaginstrument zum Aufwecken’ (16. Jh.), ‘wer andere aus dem Schlaf weckt’, mhd. wecker. aufwecken Vb. ‘wach machen, aus dem Schlaf rütteln’ (15. Jh.). erwecken Vb. ‘hervorrufen, erregen, wiederaufleben lassen, inspirieren, wach machen’, ahd. irwecken (8. Jh.), mhd. erwecken.

Thesaurus

Synonymgruppe
Wecker · Weckuhr

Typische Verbindungen zu ›Wecker‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wecker‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wecker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In fünf Stunden, um 16 Uhr 38, würde der Wecker anfangen zu piepsen. [Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 63]
Den Wecker in der Hand, komme ich wieder nach oben, ziehe die Decke zurecht und lege mich auf den Rücken. [Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 174]
In der Nacht stellte ich mir den Wecker auf zwei Uhr. [Die Zeit, 19.08.1999, Nr. 34]
Doch dann klingelt wieder der Wecker, und es beginnt ein neuer Kongreß. [Die Zeit, 10.12.1998, Nr. 51]
Zum anderen fällt mir meine sonstige Isolation auf den Wecker. [Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 266]
Zitationshilfe
„Wecker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wecker>.

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