Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Weichlot, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Weichlot(e)s · Nominativ Plural: Weichlote
Worttrennung Weich-lot
Wortzerlegung weich Lot
Wahrig und DWDS

Bedeutung

Technik Lot (4), das aus einer Legierung aus Blei, Zinn, Silber und Kupfer besteht und bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen (200 bis 450 Grad Celsius) schmilzt
in gegensätzlicher Bedeutung zu Hartlot
Beispiele:
Zinn ist […] [wegen seiner] Nutzung für Weichlote in Elektronikanwendungen für die deutsche Industrie von großer Bedeutung. [PowerShift, 01.05.2016, aufgerufen am 14.02.2017]
Der Einsatz einer Weichlotpaste (Gemenge aus pulverisiertem Weichlot und Flussmittel) vereinfacht die richtige Dosierung von Flussmittel und zeigt dem Verarbeiter durch die farbliche Veränderung der Paste von grau nach silbrig (Schmelzen des Lotes) die richtige Arbeitstemperatur an. [Initiative kupfer, 01.02.2004, aufgerufen am 15.02.2017]
Die wichtigsten Anwendungen von Zinn sind die Herstellung von Weissblech, Bronze, Weichlot, Lagermetall und Schüsselzinn. [Neue Zürcher Zeitung, 17.04.1996]
Heizleiterunterbrechungen bis 0,5 Millimeter sind nach dem Verzinnen der Enden direkt mit Weichlot wieder zu überbrücken. [Berliner Zeitung, 28.11.1987]
Je nach der Schmelzbarkeit unterscheidet man Weichlot (Klempner‑, Weiß‑, Sicker‑ oder Schnellot, aus Zinn und Blei) und Hartlot (Streng‑ oder Schlaglot, meist aus Kupfer und Zink, auch aus Silber oder Gold bestehend); letzteres gibt größere Festigkeit. [Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 44535]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Weichlot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weichlot>.

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