Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Weigand, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache [ˈvaɪ̯gant]
Worttrennung Wei-gand
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

veraltet Kämpfer, Held
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weigand m. ‘Kämpfer, Held’, ahd. (9. Jh.), mhd. wīgant, asächs. wīgand, aengl wīgend, hervorgegangen aus dem Partizip von ahd. wīgan, mhd. wīgen ‘streiten, kämpfen’ oder abgeleitet von ahd. asächs. aengl. wīg, anord. vīg ‘Kampf, Totschlag’ (germ. *weiga-). Weitere Verwandte s. weigern. Bereits in frühnhd. Zeit wird die Bezeichnung als altertümlich empfunden, entzieht sich daher weithin der Diphthongierung (Wigand, Wigant). Sie wird jedoch im 18. Jh. unter Beibehaltung altertümelnden Gebrauchs auf gelehrtem Wege hergestellt.

Verwendungsbeispiele für ›Weigand‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Weigand dagegen fürchtet sich weniger vor einem Leben ohne Arbeit als vielmehr vor dem Leben selbst. [Die Welt, 15.03.2003]
Doch in diesen Genuß will Weigand sie nicht kommen lassen. [Die Zeit, 19.11.1965, Nr. 47]
Weigand versuchte immer dort wirksam zu werden, wo Unrecht geschehen war. [Die Zeit, 14.05.1965, Nr. 20]
Weigand mußte damals annehmen, daß man einem Verfahren gegen ihn aus dem Weg gehen wollte. [Die Zeit, 24.11.1967, Nr. 47]
Warum das Gericht bei seiner Frage empört auffuhr, hat wiederum Weigand nicht verstanden. [Die Zeit, 19.11.1965, Nr. 47]
Zitationshilfe
„Weigand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weigand>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Weife
Weidwerk
Weidsack
Weidmesser
Weidmannssprache
Weigelie
Weigerung
Weigerungsfall
Weih
Weihbischof