Weiher, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weihers · Nominativ Plural: Weiher
Aussprache
WorttrennungWei-her (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Weiher‹ als Letztglied: ↗Badeweiher · ↗Dorfweiher · ↗Fischweiher · ↗Waldweiher
eWDG, 1977

Bedeutung

kleiner Teich
Beispiele:
ein baumumstandener, einsamer Weiher
Erlen und Weiden standen am Ufer des Weihers
der Weiher liegt mitten im (dunklen) Wald
der Mond […] der in der Tiefe der Täler verborgen gewesene Bäche und Weiher beglänzte [G. KellerVerlor. Lachen6,526]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weiher m. ‘(Fisch)teich’, ahd. wīwāri ‘Tiergehege, Fischteich, Fischkasten’ (9. Jh., vgl. fihuwīwāri, scāfwīwāri, 9. Jh.), mhd. wīwære, wīwer, wīher, wīger, asächs. wīhiri, mnl. wīer, wūwer(e), wouwer (dagegen nl. vijver, mnl. vīvere, vīver aus afrz. frz. vivier ‘Fischteich, Fischkasten’) sind entlehnt aus lat. vīvārium n. ‘Behältnis, Gehege zur Aufbewahrung lebender Tiere’ (nicht Haustiere), ‘Tiergarten, Menagerie, Fischteich, Fischbehälter’ (auf dt. Boden bereits im 2. Jh. bezeugt als Bezeichnung für einen Bärenzwinger in Köln). Es handelt sich um das substantivierte Neutrum von lat. vīvārius ‘zu lebenden Tieren gehörig’; zu lat. vīvus ‘lebendig, lebend’. Weiher gilt heute vornehmlich im Obd. und Frk. gegenüber Teich im Omd. und Nordd.

Thesaurus

Synonymgruppe
See · ↗Teich · ↗Tümpel · Weiher
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bach Ente Fluß Gasthaus Grundschule Leich Nähe Park Pfad Schloß See Sumpf Teich Tümpel Ufer Wald Wasser Wiese einsam eiskalt ertrinken ertränken fischen idyllisch schwimmen spiegeln still versenken werfen zugefroren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Weiher‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da haben wir uns ein Licht am Weiher aufgebaut, und es ging los ", erinnert er sich.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2003
Mutter und Tochter lustwandeln am Weiher, der Vater, kränklich, sinnt lächelnd im Schatten vor sich hin.
Die Zeit, 22.10.1976, Nr. 44
Wir setzten uns also alle auf und ritten hinaus, über den Weiher hinüber.
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 125
Er hebt schon wieder Steine auf, holt weit aus und wirft sie in den Weiher.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 211
Sie ging in den Park, blieb am Weiher stehen, warf einen Stein hinein.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 299
Zitationshilfe
„Weiher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weiher>, abgerufen am 25.06.2019.

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