Weihnachten, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum), meist ohne Artikel · Genitiv Singular: Weihnachtens · Nominativ Plural: Weihnachten
Das Wort wird meist im Singular verwendet. Wenn die Pluralform von Weihnachten verwendet wird, dann meist in Verbindung mit einem attributiven Adjektiv, wie z. B. fröhliche Weihnachten; in der Verbindung mit bestimmtem Artikel ist die Pluralform die Weihnachten häufiger landschaftlich (besonders schweizerisch und österreichisch) anzutreffen.
WorttrennungWeih-nach-ten
formal verwandt mitWeihnacht
eWDG, 1977 und DWDS, 2016

Bedeutungen

1.
christliches Fest, das die im Neuen Testament berichtete Geburt Christi feiert (25. Dezember)
Beispiele:
Weihnachten steht vor der Tür
Weihnachten feiern
wir haben stille Weihnachten, ein stilles Weihnachten verbracht
wir waren Weihnachten zu Hause
zu, über Weihnachten fahren wir ins Gebirge
komm doch (zu) Weihnachten zu uns
nach Weihnachten werde ich ihn besuchen
Weihnachten vor einem Jahr
er freut sich wie ein Kind auf Weihnachten
grüne Weihnachten (= ein Weihnachtsfest ohne Schnee)
jmdm. etw. zu Weihnachten schenken
was hast du zu Weihnachten bekommen?
wir hatten zu Weihnachten Stollen gebacken, eine Gans gebraten
2.
selten,
nur im Singular
umgangssprachlich, veraltend Geschenk zum Weihnachtsfest
Beispiele:
ich habe dieses Jahr ein schönes, reichliches Weihnachten bekommen
wie war dein Weihnachten, ist dein Weihnachten ausgefallen?
Am Abend sagte Marianne zu mir: »Und wenn ʼs [eine Porzellanfigur] tausend Ostmäuse gekostet hätte, ich hätte nichts dagegen gehabt. Wäre eben dein Weihnachten gewesen.« [Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987, S. 272. Zitiert nach: Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Hoffmann und Campe 1984.]Quelle: DWDS, 2016

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weihnacht · Weihnachten
Weihnacht f. Bezeichnung für das von der christlichen Kirche gefeierte Fest der Geburt Christi, mhd. wīenacht, wīnaht (um 1300), zusammengezogen aus mhd. diu wīhe naht bzw. dem Dativ Sing. ze (der) wīhen naht (2. Hälfte 12. Jh.), eigentlich ‘heilige Nacht’ (zur Etymologie s. das Adjektiv ahd. wīh, mhd. wīch ‘heilig’ unter ↗weihen und s. ↗Nacht). Die Form Weihnacht wird erst seit dem 18. Jh. geläufig. Zuvor ist der aus dem Dativ Plur. mhd. ze den wīhen nahten gebildete Nominativ Plur. wīhenachten (13. Jh.), nhd. Weihnachten gebräuchlicher, der jedoch daneben (schon vereinzelt im 14. Jh.) singularischen Gebrauch mit wechselndem Genus (m. f. oder n.) entwickelt. Das heute vorherrschende neutrale Genus entsteht wohl in Anlehnung an Weihnachtsfest n. (Mitte 16. Jh.; entsprechend bei Ostern und Pfingsten).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Christfest · Heiliger Christ · Weihnacht · ↗Weihnachtsfest  ●  Weihnachten  Hauptform · Fest der Liebe  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • 1. Weihnachtsfeiertag · 1. Weihnachtstag · Hochfest der Geburt des Herrn  ●  ↗Christtag  österr., bair.
  • Heiligabend · Heiliger Abend · ↗Weihnachtsabend
  • 2. Weihnachtsfeiertag · 2. Weihnachtstag · Stefanitag · Stephanitag · ↗Stephanstag  ●  Stephanustag  selten
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bescherung Chanukka Familienfest Fest Festtag Neujahr Oster Pfingsten Rutsch Silvester Tsunami Weihnachten besinnlich einmarschieren feiern friedvoll froh fröhlich gesegnet nahen orthodox schenken stimmungsvoll traurig tödlich ungemütlich unvergeßlich verleben weiß wünschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Weihnachten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die werden wir ihm in den nächsten vier Spielen bis Weihnachten auch geben.
Die Zeit, 30.11.2013 (online)
Ist es dir recht, bald nach Weihnachten sterben zu müssen?
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 168
Seit Weihnachten schon haben viele Läden Preise reduziert, doch am Montag müssen sie noch einmal heruntergesetzt werden.
o. A. [cra]: Winterschlussverkauf. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [2000]
Ja, dann möchte ich am liebsten bis Weihnachten Euch dort lassen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 23.10.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wenn sie vor Weihnachten ausbricht, wird sie bis nach Weihnachten vertagt.
Tucholsky, Kurt: Schnipsel. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Zitationshilfe
„Weihnachten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weihnachten>, abgerufen am 20.06.2019.

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