Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Weihnachtsbaum, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weihnachtsbaum(e)s · Nominativ Plural: Weihnachtsbäume
Aussprache  [ˈvaɪ̯naχʦˌbaʊ̯m]
Worttrennung Weih-nachts-baum
Wortzerlegung Weihnacht Baum
Wortbildung  mit ›Weihnachtsbaum‹ als Erstglied: Weihnachtsbaumschmuck
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Weihnachtsglossar.

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [besonders D-Nordost , D-Nordwest , D-Mittelost , D-Mittelwest , gelegentlich D-Südwest , CH ] (manchmal künstlicher) Nadelbaum (meist Fichte oder Tanne), der zum Weihnachtsfest drinnen oder im Freien aufgestellt und mit Weihnachtsschmuck dekoriert wird
  2. 2. [selten] [veraltet, umgangssprachlich, bildlich] Synonym zu Christbaum (2)
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Weihnachtsbaum
Weihnachtsbaum
(Thomas Wolf, CC BY-SA 3.0)
besonders D-Nordost , D-Nordwest , D-Mittelost , D-Mittelwest , gelegentlich D-Südwest , CH (manchmal künstlicher) Nadelbaum (meist Fichte oder Tanne), der zum Weihnachtsfest drinnen oder im Freien aufgestellt und mit Weihnachtsschmuck dekoriert wird
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein behängter, beleuchteter, blinkender, erleuchteter, geschmückter, glitzernder, prachtvoller Weihnachtsbaum; ein ausgedienter, ausrangierter, nadelnder, vertrockneter Weihnachtsbaum
als Akkusativobjekt: den Weihnachtsbaum aussuchen, absägen, abholen, aufstellen, schmücken
in Präpositionalgruppe/-objekt: Kerzen, Lichter am Weihnachtsbaum; Geschenke unter dem Weihnachtsbaum; [etw.] unter den Weihnachtsbaum legen
als Aktiv-/Passivsubjekt: der Weihnachtsbaum blinkt, erstrahlt, leuchtet, strahlt
hat Präpositionalgruppe/-objekt: der Weihnachtsbaum mit Kerzen, Lichterketten, Lichtern, Kugeln, Lametta; ein Weihnachtsbaum auf dem Platz, Rathausmarkt, vor dem Rathaus, im Wohnzimmer
als Genitivattribut: die Dekoration, die Kerzen, die Beleuchtung, die Lichter des Weihnachtsbaums
in vergleichender Wort-/Nominalgruppe: aussehen, behängt [sein] wie ein Weihnachtsbaum
Beispiele:
Der festlich geschmückte Weihnachtsbaum ist heute auf der ganzen Welt das Symbol der Weihnachtszeit. [Saarbrücker Zeitung, 24.12.1994]
Weitere imposante Tannen werden in den nächsten Tagen unter anderem am Platz Am Sande, in der Bardowicker Straße sowie im Rathausgarten aufgestellt. Traditionell leuchten Lüneburgs Weihnachtsbäume dann ab Montag nach Totensonntag, sprich ab dem 22. November. [Hamburger Abendblatt, 16.11.2021]
Während einige stationäre Baumverkäufer einen entsprechenden Service für rund 20 Euro gleich mit anbieten, gibt es auch immer mehr Onlinehändler, die den Weihnachtsbaum direkt frei Haus liefern. [6 Varianten, wie ihr euren Weihnachtsbaum nach Hause transportieren könnt, 18.12.2019, aufgerufen am 01.09.2020]
Am Vorabend des ersten Advents soll auf dem Großen Markt wieder der Weihnachtsbaum aufgestellt werden, um dann im Lichterglanz zu erstrahlen. [Der Prignitzer, 12.10.2013]
Ganz einsam musste sie Weihnachten verbringen, währenddem überall Familien um den Weihnachtsbaum herum sassen und glücklich waren. [Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2009]
Lässt ein Hausratversicherter seinen Weihnachtsbaum, den er mit echten Wachskerzen bestückt hat, für längere Zeit (im konkreten Fall: rund 20 Minuten) unbeaufsichtigt und gerät die Wohnung in Brand, so braucht die Versicherung den Schaden wegen grober Fahrlässigkeit nicht zu ersetzen. [Saarbrücker Zeitung, 11.01.2002]
Weihnachtsbäume aus Kunststoff sind keine umweltfreundliche Alternative zu echten Bäumen. [Leipziger Volkszeitung, 16.12.1998]
2.
selten, veraltet, umgangssprachlich, bildlich Synonym zu Christbaum (2)
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
Man sah die sog. »Weihnachtsbäume«, das waren Bündel von Leuchtkugeln[,] mit denen die Vorhut Bombardierungsgebiete für die nachfolgenden Maschinen absteckte, Scheinwerfer suchten den Himmel ab und dazwischen die Mündungsfeuer der Flak und die Leuchtspur der 2 cm[-]Schnellfeuer‑Vierlings[-]Flak. [Bombentreffer auf der Lanke Werft, 04.11.2011, aufgerufen am 01.09.2020]
Abends bestaunten wir aus der Entfernung die »Weihnachtsbäume« – so hießen die Orientierungszeichen für die Bomber – über dem nahe gelegenen Bremen und den Feuerschein der brennenden Hansestadt. [Der Spiegel, 08.04.2010 (online)]
Ich muss eingestehen, dass der flammend gelb‑rote Himmel, das dumpfe Dröhnen der Flugzeuge, die Explosionen der Bomben, die »Weihnachtsbäume«, die zusätzlich den Nachthimmel erhellten, und die Linien der Leuchtspurgeschosse der Flak ein grausam‑grandioses Schauspiel waren, das uns die Opfer, wenn auch nur für einen Augenblick, vergessen ließ. [Der Spiegel, 29.04.2008 (online)]
Die ältere Generation erinnert sich noch an jene »Weihnachtsbäume« genannten Leuchtsignale, womit die alliierten Bomber die Planquadrate markierten, die dann in Schutt und Asche gelegt wurden. [Die Zeit, 29.12.1972]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Christbaum · Lichterbaum · Tannenbaum · Weihnachtsbaum
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Weihnachtsbaum‹ (berechnet)

Aufstellen Beleuchtung Forstbaumschule Nordmanntanne Schmücken abgeschmückt abholen aufstellen ausgedient ausrangiert behangen beleuchtet brennend dekoriert einsammeln entsorgen entsorgt erstrahlen geschlagen geschmückt leuchten plündern schlagen schmücken unverfroren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Weihnachtsbaum‹.

Zitationshilfe
„Weihnachtsbaum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weihnachtsbaum>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Weihnachtsbasar
Weihnachtsausstellung
Weihnachtsarbeit
Weihnachtsansprache
Weihnachtsabend
Weihnachtsbaumschmuck
Weihnachtsbazar
Weihnachtsbeihilfe
Weihnachtsbescherung
Weihnachtsbotschaft