Weise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Weise · Nominativ Plural: Weisen
Aussprache
WorttrennungWei-se
Wortbildung mit ›Weise‹ als Letztglied: ↗Arbeitsweise · ↗Argumentationsweise · ↗Ausdrucksweise · ↗Aussageweise · ↗Bauweise · ↗Behandlungsweise · ↗Betriebsweise · ↗Bewegungsweise · ↗Daseinsweise · ↗Denkungsweise · ↗Denkweise · ↗Erfahrungsweise · ↗Erkenntnisweise · ↗Erlebnisweise · ↗Ernährungsweise · ↗Existenzweise · ↗Fahrweise · ↗Fertigungsweise · ↗Funktionsweise · ↗Gangweise · ↗Gebrauchsweise · ↗Herangehensweise · ↗Interpretationsweise · ↗Kampfweise · ↗Kinderweise · ↗Kommunikationsweise · ↗Kompositionsweise · ↗Lebensweise · ↗Malweise · ↗Operationsweise · ↗Organisationsweise · ↗Produktionsweise · ↗Reaktionsweise · ↗Regierungsweise · ↗Rezeptionsweise · ↗Schlussweise · ↗Schreibweise · ↗Sehweise · ↗Seinsweise · ↗Sichtweise · ↗Tanzweise · ↗Umgangsweise · ↗Verwendungsweise · ↗Volksweise · ↗Vorgangsweise · ↗Vorgehensweise · ↗Vorstellungsweise · ↗Wahrnehmungsweise · ↗Wirkweise · ↗Zahlungsweise · ↗Zitierweise · ↗Zugangsweise · ↗Zählweise
 ·  mit ›Weise‹ als Grundform: ↗-weise
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
Form, Art, wie etw. verläuft, geschieht, getan wird
Beispiele:
auf diese, solche, ähnliche Weise
salopp in keinster Weise (= ganz und gar nicht)
er verfuhr beim Überprüfen nach seiner üblichen Weise
häufig verstärkt
Beispiele:
die Art und Weise
in dieser, solcher, ähnlicher Weise, Art und Weise
die endgültige Fassung kam in der Weise zustande, dass ...
auf die eine oder andere Weise wird es sich regeln lassen
umgangssprachlich das ist keine Art und Weise (= das ist nicht anständig, so geht es nicht)
umgangssprachlich jmdn. auf gute Art und Weise loswerden
Ich hatte auf allerlei Weisen mit ihm zu schaffen [GaiserSchlußball110]
es ist doch höchst merkwürdig, in wie vielen Weisen der menschliche Geist sich äußern kann [G. KellerGr. Heinrich4,188]
2.
Melodie, kleineres, anspruchsloses Musikstück
Beispiele:
heitere, beschwingte, fröhliche, muntere, flotte Weisen
die schlichte, schwermütige Weise eines alten Volksliedes
die Weisen [der Unterhaltungsmusik im Radio] wechseln ununterbrochen [SteinbergUhren38]
wie der träge Leierkastenmann immer dieselbe rührselige Weise leiert [BaumKristall153]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Weise · -weise
Weise f. ‘Art (des Verhaltens und Handelns), Beschaffenheit, Merkmal’, ahd. wīsa (8. Jh.), mhd. wīs(e) ‘Art, besondere Erscheinungsform’, asächs. wīsa, mnd. wīs(e), mnl. wīse, wijs, nl. wijze, wijs, aengl. wīse, engl. (selten) wise, anord. vīsa (‘Strophe, Vers’), schwed. vis sind zu der unter ↗wissen (s. d.) abgehandelten Wurzel ie. *u̯eid- ‘erblicken, sehen’ gebildet, vielleicht auch (wie ↗weise, s. d.) Weiterbildung eines alten s-Stammes, vgl. griech. é͞idos (εἶδος) ‘Aussehen, Gestalt, Beschaffenheit, Gattung’. Die Bedeutungsentwicklung verläuft von ‘Aussehen, äußere Erscheinung’ über ‘Beschaffenheit’ zu ‘Art des Verhaltens in einer gegebenen Situation’. Vgl. die formelhafte Verbindung Art und Weise (16. Jh.). Bereits bei Notker erscheint ahd. wīsa im Sinne von ‘Melodie’, lat. modulātus bzw. tonus übersetzend; dazu vgl. Wort und Weise ‘Text und Melodie’ (eines Liedes), mhd. wort und wīse. -weise Kompositionssuffix zur Bildung von modalen Adverbien, produktiv seit dem 16. Jh.; anfangs noch in getrennter Schreibung; vgl. legation weiß, erzweis (16. Jh.), dutzet weise, gesprächweiß (17. Jh.). Voraus gehen genitivische Fügungen wie mhd. in zornes wīs, in regenes wīs. In älterer Sprache wird überwiegend die kurze, e-lose Form verwendet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Art · ↗Fasson · ↗Formgebung · ↗Gepräge · ↗Machart · ↗Manier · ↗Stil · Weise
Musik
Synonymgruppe
(Ton-) Linie · ↗Melodie · ↗Tonfolge · Weise  ●  ↗Melodei  poetisch, altertümelnd
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Art Stein ander angemessen besonder brutal dramatisch eindrucksvoll einfach einzigartig entstehen fatal geschehen gewiss gleich grausam lösen natürlich tragisch ungewöhnlich unterschiedlich unverantwortlich unzulässig verbinden verschieden versuchen vielfältig wunderbar wundersam ähnlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Weise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wurde doch tatsächlich auf eine fast mädchenhafte Weise rot.
Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 177
Geld wird er auf diese Weise nicht wirklich beiseite legen können.
Die Zeit, 08.08.1997, Nr. 33
Da ist es besser, in naiver Weise die Quellen einfach nachzuerzählen.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 216
Beide erschöpften daran ihre Kraft auf eine nie belohnbare Weise.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 24695
In ähnlicher Weise ist die spartanische Regierung offenbar noch an manchen Orten eingeschritten.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. V. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 24262
Zitationshilfe
„Weise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weise>, abgerufen am 25.03.2019.

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