Welf, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Welpe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Welpe · Welf
Welpe, selten Welf m. ‘Junges von Wolf, Hund oder Fuchs’, ahd. (h)welf m. n. (9. Jh.), mhd. welf(e) m. n. ‘Junges von Hunden und von wilden Tieren’, nhd. Welf, seit dem 16. Jh. allmählich zunehmend Welp(e), dem Nd. folgend (vgl. bereits mhd. welpelīn, Tauler), asächs. hwelp, mnd. welp(en), wolp(en), mnl. nl. welp, aengl. hwelp, engl. whelp, anord. hvelpr, schwed. valp, (mundartlich) välp. Herkunft ungewiß. Anknüpfungsmöglichkeiten werden gesehen in ahd. (h)wel ‘zudringlich, ausgelassen’ (um 800), anord. hvellr ‘laut tönend’, aengl. hwelan ‘tosen’, außergerm. in lit. kaleė͂ ‘Hündin’, mir. cuilēn ‘junger Hund’, russ. (landschaftlich) skólit’ (сколить) ‘winseln, heulen’ (von Hund, Wolf), vielleicht auch in griech. skýlax (σκύλαξ) ‘junger Hund’, so daß Anschluß an die mit beweglichem s- anlautende Variante *sk‐ͧel- der Wurzel ie. *kel(ə)- ‘rufen, schreien, lärmen, klingen’ (s. ↗hell, ↗holen, ↗Schelle1) im Hinblick auf das Winseln, Kläffen der Jungtiere möglich ist. Zu vergleichen ist ferner nd. Regenwilp, -wölp, -wülp, nl. wulp ‘Wasservogel, Regenpfeifer’, eigentlich ‘laut schreiender Vogel’.

Verwendungsbeispiele für ›Welf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man weiß ja nie, was einem im Land der wehrhaften Welfen so alles zustoßen kann.
Die Welt, 27.05.2000
Als der kleine Welfe sie aber im Garten unter unseren Fenstern fortsetzte, bat ich ihn doch, seine musikalischen Leistungen auf das Haus zu beschränken.
Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7316
Da watscht sie nebenbei noch das mit den Welfen verwandte englische Königshaus ab.
Bild, 05.07.2002
Er zeigt ferner die Sympathie des Zaren für die Welfen, ohne daß er etwas für sie tun will.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 213
Auch an der Universität gab es noch einen Rest Welfen.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3058
Zitationshilfe
„Welf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Welf>, abgerufen am 27.09.2020.

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