Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Weltfrieden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Weltfriedens · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Weltfriede
Aussprache  [ˈvɛltfʀiːdn̩] · [ˈvɛltfʀiːdə]
Worttrennung Welt-frie-den ● Welt-frie-de
Wortzerlegung Welt Frieden
Wortbildung  mit ›Weltfrieden‹ als Erstglied: Weltfriedensbewegung · Weltfriedenskongress · Weltfriedenslager · Weltfriedensrat · Weltfriedenstag · Weltfriedenstreffen
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Frieden zwischen allen Völkern und in allen Regionen der Welt; die Abwesenheit weltumspannender Konflikte
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der brüchige, gesicherte, dauerhafte, ewige Weltfrieden
als Akkusativobjekt: den Weltfrieden bedrohen, gefährden, stören, schaden, wahren, festigen, sichern, retten, garantieren, stärken, erhalten
als Dativobjekt: dem Weltfrieden dienen, schaden
in Präpositionalgruppe/-objekt: eine Gefahr, Bedrohung, Katastrophe für den Weltfrieden
in Koordination: Weltfrieden und Völkerverständigung, Abrüstung, Stabilität, Entspannung, Menschenrechte und Wohlstand
mit Prädikativ: der Weltfrieden ist in Gefahr
als Genitivattribut: die Erhaltung, Festigung, Wahrung, Aufrechterhaltung, Sicherung, Verteidigung, Stärkung, Wiederherstellung, Bedrohung, Gefährdung, Störung des Weltfriedens
Beispiele:
[Der Theologe Hans] Küng hat in seiner zweiten Schaffensphase den revolutionären Anspruch hin zur Universaltheologie getrieben, zum Weltethos und nichts Geringerem als den Werkzeugen für einen Weltfrieden. Was ist es also, was die Menschheit verbinden könnte? Welche Werte teilen die großen Religionen der Erde? Und müsste eine Verständigung, ein ethischer Kanon, nicht zu etwas Unerhörtem führen: Weltfrieden? [Süddeutsche Zeitung, 08.04.2021]
Der Hybridkrieg in der Ostukraine, der ohne Zufuhr aus Moskau wohl längst zur Ruhe gekommen wäre, ist wie ein Ventil des Bösen, das zu öffnen oder zu schließen ist, je nachdem. Jedenfalls ist die Lage der Ukraine ein ständiger Entzündungsherd, der den Frieden in Europa bedroht, ja den Weltfrieden. [Die Welt, 02.06.2016]
Durch seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg hatte sich der Schweizer [Künstler Hans Erni] dem Marxismus zugewandt. Er meinte, der Weltfriede lasse sich nur durch soziale Gerechtigkeit und dieser [sic!] nur durch den Kommunismus erreichen. Unter dem Eindruck von Stalins Schreckensherrschaft und der Diktatur in kommunistischen Ländern wandte sich Erni später vom Marxismus ab. [Die Zeit, 22.03.2015]
Im Mittelpunkt [der Reformdiskussion] steht […] der Weltsicherheitsrat, dem nach der UN‑Charta die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens zukommt. Wie zu Zeiten des Kalten Krieges nehmen unter den 15 Rats‑Mitgliedern die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China eine herausgehobene Stellung ein: als ständige Mitglieder verfügen nur sie über ein Vetorecht. Gegen eine ihrer Stimmen kann der Sicherheitsrat mit Ausnahme von Verfahrensfragen keinen Beschluss fassen. [Vetorecht. In: Aktuelles Lexikon 1974–2000. München: DIZ 2000 [1999]]
Pax Christi (»Friede Christi«), die internationale katholische Friedensbewegung mit heute 80.000 Mitgliedern in 25 Ländern, wurde 1945 in Frankreich als Gebets‑Bewegung für den Weltfrieden, insbesondere für die deutsch‑französische Verständigung gegründet. [Pax Christi. In: Aktuelles Lexikon 1974–2000. München: DIZ 2000 [1998]]

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Typische Verbindungen zu ›Weltfrieden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Weltfrieden‹ und ›Weltfriede‹.

Zitationshilfe
„Weltfrieden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Weltfrieden>.

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