Wenigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wenigkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungWe-nig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungwenig-keit
eWDG, 1977

Bedeutung

sehr geringe Menge, Kleinigkeit
Beispiel:
Ich hatte mit meinem Kind nichts Großes vor, aber diese Wenigkeit, diese geringe Abweichung wünschte ich [Bachm.Dreißigstes Jahr94]
veraltet, umgangssprachlich, scherzhaft meine Wenigkeitdrückt besondere Bescheidenheit aus   ich
Beispiel:
der andere [schwarze Rock] hieß Bratenrock, und denselben trug meine Wenigkeit [WelkGrambauer292]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Meine Wenigkeit fällt nicht ins Gewicht, klagt Herr S. frustriert.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.2000
Der Graf war jetzt hager und seine hohe Gestalt um eine Wenigkeit mehr gebückt als vor fünf Jahren, da sie ihn kennengelernt hatte.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 101
Die Taten seiner Wenigkeit und seines großartigen Herren würden Künstler inspirieren.
Die Welt, 08.11.2003
Die erste und einzige Zierde erhielt der Raum der Oberprima durch meine Wenigkeit.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5162
Mit Menschenblut war indessen die Jahreszahl ins Buch der Geschichte bereits eingeschrieben, meine Wenigkeit kam also gar nicht in Betracht.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„Wenigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wenigkeit>, abgerufen am 22.10.2019.

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