Werder

WorttrennungWer-der
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Insel in einem Fluss
b)
(entwässerte) Niederung zwischen Flüssen u. Seen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Werder m. ‘Flußinsel, Land zwischen Fluß und stehendem Gewässer, trockengelegtes Land’, ahd. werid ‘erhöhtes Land im Wasser’ (8. Jh.), mhd. wert ‘Insel, Halbinsel, erhöhtes wasserfreies Land zwischen Sümpfen, Ufer’, mnl. waert, we(e)rt ‘eingedeichtes Land’, nl. waard und aengl. waroð, wearoð ‘Ufer, Gestade’ sowie die Langformen (als Reste eines alten es/os-Stammes?) mnd. werde(r), mhd. werder sind Bildungen mit Dentalsuffix (germ. -iþa-, -uþa-, mit Bindevokal erweitert aus ie. -t-, germ. *wariþa-, *waruþa-) zu der unter ↗wehren (s. d.) genannten, hier erweiterten Wurzel ie. *u̯er(u)-, *u̯rū- ‘verschließen, bedecken, schützen, retten, abwehren’; vgl. verwandtes aind. várūtha- ‘Schutz, Schirm’, varūtár ‘Schützer’. Ausgangsbedeutung ist ‘umhegtes, geschütztes Land’. Werder, seit dem 16. Jh. in der Literatursprache geläufig, ist heute durch Insel fast völlig verdrängt, aber in Ortsnamen erhalten, vgl. Werder (bei Potsdam), Rauchfangs-, Schwanenwerder (in Berlin), Wertheim, Donauwörth.

Thesaurus

Synonymgruppe
Holm · Werder · Werth · Wörth · kleine Insel
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amateur Bundesligaspiel Gewächshaus Insel Liga Manager Meister Saison Stürmer Trainer Trauminsel absolvieren agiert brandenburgisch dominiert erhöht laden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Werder‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Werder siegt in einem total verrückten Spiel mit 5:3.
Bild, 18.11.2002
Schließlich habe ich noch einige Spiele mit Werder vor mir.
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2003
Die von der Höhe und aus dem Werder zurückgezogenen Panzer schleppten sich gegenseitig ab.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 602
Fürstensitz hatte seine einstige Kontrollfunktion am Havelübergang vom Teltow zum Werder aufgegeben und war zu einer den Stadteingang beherrschenden Architektur gesteigert worden.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 10696
Bevor es in der Kaschubei, dann im Werder beginnt, geschieht etwas.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 619
Zitationshilfe
„Werder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Werder>, abgerufen am 22.08.2019.

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