Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Werft, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Werft · Nominativ Plural: Werften
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Werft‹ als Erstglied: Werftanlage · Werftarbeiter · Werftgelände · werfteigen
 ·  mit ›Werft‹ als Letztglied: Bootswerft · Großwerft
eWDG

Bedeutung

Betrieb zum Bauen und Reparieren von Wasserfahrzeugen, Flugzeugen
Beispiel:
das Schiff muss in der Werft überholt werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Werft f. ‘Schiffsbauplatz’, dann auch ‘Bauplatz für Luftschiffe und Flugzeuge’, Übernahme (Werf „Schifstelle, Helling“ Schottel, 1663, mit in der Literatursprache sekundär angetretenem -t Werft, 1. Hälfte 18. Jh.) von gleichbed. nd. Werf, aus dem Nl., vgl. mnl. timmerwerf, sceepwerff, nl. scheepstimmerwerf ‘Schiffszimmerplatz’, eigentlich ‘Platz, wo man sich geschäftig hin und her bewegt’, gebildet zu dem unter werben (s. d.) behandelten Verb. Für Werft, anfangs m. und n., wird im 20. Jh. feminines Genus üblich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dock · Reparaturwerft · Schiffsausbesserungswerk · Schiffswerft · Werft
Synonymgruppe
Aufzug · Kette · Kettfaden · Zettel  ●  Werft  altertümlich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Werft‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Werft‹.

Arbeiter Auftragsbuch Großraumflugzeug Privatisierung Thyssen-krupp-konzern Vulkan-verbund Zürichsee-schifffahrtsgesellschaft abliefern auslasten bauen bremer bremerhavener danziger deggendorfer elsflether finnisch flensburger gehörend howaldtswerke-deutsche kieler koreanisch ostdeutsch papenburger rostocker ruhrorter stettiner südkoreanisch warnemündeer weseler wismarer

Verwendungsbeispiele für ›Werft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben unsere eigenen Werften an Bord, kannst du dir das vorstellen? [Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 880]
Ich habe gebeten, mich vorläufig auf der Werft zu entschuldigen. [Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 243]
Zwar sollen sie bis dahin die modernsten Werften der Welt sein. [Die Zeit, 20.12.1996, Nr. 52]
Erst Ende 1997 wären die Werften fit – wenn alles nach Plan gelaufen wäre. [Die Zeit, 23.02.1996, Nr. 9]
Zweimal haben die Arbeiter der Werft die Geschichte Polens entscheidend beeinflußt. [o. A. [vie.]: Lenin-Werft. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]]
Zitationshilfe
„Werft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Werft>.

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