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Werktätige, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Werktätigen · Nominativ Plural: Werktätige(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Werktätigen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Werktätige.
Worttrennung Werk-tä-ti-ge
Grundform werktätig
eWDG

Bedeutung

DDR jmd., der seinen Lebensunterhalt selbst durch gesellschaftlich notwendige Arbeit erwirbt, meist in einem Arbeitsrechtsverhältnis steht und nicht auf Kosten fremder Arbeitskraft lebt
Beispiele:
Arbeiter, Angestellte, Angehörige der Intelligenz, Genossenschaftsbauern sind Werktätige
die sozialistischen, fortschrittlichen Werktätigen
die kulturelle Betreuung der Werktätigen in den Betrieben
die DDR ist ein Staat der Werktätigen
ein enges Bündnis der Arbeiterklasse mit den werktätigen Bauern und den anderen Werktätigen [ Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung4,112]

Thesaurus

Synonymgruppe
Berufstätige  weibl. · Berufstätiger  männl. · ↗Erwerbstätige  weibl. · Erwerbstätiger  männl. · Werktätige  DDR, weibl. · Werktätiger  DDR, männl.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Beruf · ↗Berufsbezeichnung · Tätigkeitsbezeichnung
  • in einem Normalarbeitsverhältnis · sozialversicherungspflichtig beschäftigt
  • Freiberufler · Selbstständiger
  • Geringverdiener · ↗Minijobber · auf 450-Euro-Basis Beschäftigter · geringfügig Beschäftigter · geringfügig entlohnter Beschäftigter
  • Leiharbeiter · Leiharbeitnehmer · Leihkraft · ↗Zeitarbeiter · Zeitarbeitnehmer  ●  ↗Job-Nomade  ugs.
  • Freiberufler · Freischaffender · auf Honorarvertragsbasis Beschäftigte(r) · freier Mitarbeiter · ohne Festanstellung  ●  Freelancer  fachspr., engl., Jargon
  • Arbeiter · ↗Lohnarbeiter  ●  Büezer  schweiz. · Hackler  österr. · ↗Malocher  ugs., salopp
  • Angestellter · ↗Arbeitskraft · Bediensteter · ↗Mitarbeiter  ●  ↗Arbeitnehmer  Hauptform · Beschäftigter  Hauptform · Werktätiger  DDR
  • (die) Erwerbtätige(n) · (die) Werktätige(n) · die arbeitende Bevölkerung

Typische Verbindungen zu ›Werktätige‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Werktätige‹.

Verwendungsbeispiele für ›Werktätige‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber haben die Werktätigen der DDR wirklich in Villen gewohnt?
Der Tagesspiegel, 30.11.2003
Sie beabsichtigen zugleich, die Werktätigen in den sozialistischen Ländern zu täuschen.
Einheit, 1971, Nr. 6, Bd. 26
Dies gilt auch für die Erziehung der Werktätigen zu hygienischen Verhaltensweisen.
Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 45
Viele Tausende von Werktätigen verpflichteten sich, gemeinsam mit den Lehrern gute Taten zum Nutzen der sozialistischen Schule zu vollbringen.
Grotewohl, Otto: Neue Zeiten - Neue Schulen. Rede vor der Volkskammer zur Begründung des Gesetzes über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der Deutschen Demokratischen Republik am 04.11.1998. In: Barthel, Henner (Hg.) Politische Reden in der DDR, St. Ingbert: Röhrig 1998 [1959], S. 37
Wie Ihr seht, hat das Land von den Werktätigen viel Geld erhalten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1957]
Zitationshilfe
„Werktätige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Werkt%C3%A4tige>, abgerufen am 17.01.2021.

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