Werktag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungWerk-tag (computergeneriert)
WortzerlegungwerkenTag1
Wortbildung mit ›Werktag‹ als Erstglied: ↗werktäglich  ·  mit ›Werktag‹ als Grundform: ↗werktags
eWDG, 1977

Bedeutung

Tag, an dem allgemein gearbeitet wird, Wochentag von Montag bis Sonnabend
Beispiele:
er hat einen Jahresurlaub von 29 Werktagen
das Museum ist nur an Werktagen geöffnet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Werk · werken · Werktag · werktätig
Werk n. ‘Handlung, Tat, das Geschaffene, Produkt, Fabrik’, ahd. werc ‘Tätigkeit und ihr Ergebnis’ (8. Jh.), mhd. werc(h), auch ‘zu bearbeitender Rohstoff, Werkzeug’, asächs. werk, mnd. werk, wark, mnl. werc, warc, weerc, nl. werk, aengl. weorc, werc, worc, wurc, engl. work, anord. schwed. verk (germ. *werka- n.) läßt sich wie die unter ↗wirken (s. d.) angeführten Formen vergleichen mit awest. varəz- ‘wirken’, varəzya- n. ‘Betätigung’, griech. érgon (ἔργον, aus *Ϝέργον) ‘Werk, Sache, Arbeit, Kunstwerk’, mkymr. gwreith (aus *u̯reg̑tu-) ‘Tat’ und auf eine Wurzel ie. *u̯erg̑-, *u̯reg̑- ‘wirken, tun’ zurückführen (s. auch ↗Werg). Werk bezeichnet seit ahd. Zeit die ‘Tätigkeit, Arbeit’ und ‘das durch Arbeit Geschaffene’; die Bedeutung ‘Fabrik, Betriebsanlage’, vgl. Berg-, Hütten-, Walzwerk, entwickelt sich im 17. Jh. werken Vb. ‘arbeiten, tätig sein’, ahd. werkōn (8. Jh.), mhd. werken, im 17. Jh. im Gebrauch hinter arbeiten, schaffen, wirken zurücktretend, im 19. Jh. aber durch Schriftsteller wie Gotthelf, Jahn, W. Grimm wieder belebt. Werktag m. ‘Wochentag, Alltag’ (im Unterschied zum Sonn- und Feiertag), mhd. werctac. werktätig Adj. ‘handelnd, wirkend’ (16. Jh., geläufig 18. Jh.), ‘berufstätig’ (Anfang 20. Jh.), substantiviert besonders im Plur. Werktätige zur Bezeichnung aller berufstätigen Menschen, die keine Ausbeutung betreiben (so 1920 auf dem 2. Kongreß der Kommunistischen Internationale).

Thesaurus

Synonymgruppe
Arbeitstag · Werktag
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einlieferung Fahrgast Feiertag Ferngespräch Freigabe Frist Geschäftszeit Kalendermonat Ladenschluss Ladenschlußgesetz Ladenschlußzeit Ladenöffnung Ladenöffnungszeit Mindesturlaub Urlaubsanspruch Werktag Zustellung aufeinanderfolgend beliebig darauffolgend durchschnittlich folgend freigeben gewöhnlich hellicht normal nächstfolgend zustellen Öffnungszeit übernah

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Werktag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für den ersten Werktag nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes haben unterschiedliche Organisationen heute in mehr als 55 Städten zu Demonstrationen aufgerufen.
Die Welt, 03.01.2005
Kommt es drei Werktage später auch nicht, kann ich wechseln.
Bild, 05.01.2002
Das war aber auch lange nicht da, an einem gewöhnlichen Werktag.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 15.08.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
An Werktagen gelang es meinem Vater während der Arbeitszeit zu trinken.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 64
Er zum Beispiel stehe an jedem Werktag pünktlich um zehn vor sieben auf, eisern.
Kant, Hermann: Die Aula, Berlin: Rütten & Loening 1965, S. 17
Zitationshilfe
„Werktag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Werktag>, abgerufen am 25.08.2019.

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