Wettbewerber, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Wettbewerbers · Nominativ Plural: Wettbewerber
Aussprache 
Worttrennung Wett-be-wer-ber
Wortzerlegung  Wettbewerb -er
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
jmd., der an einem Wettbewerb teilnimmt
Beispiele:
Im Sport erleben wir es täglich, daß Wettbewerber unterschätzt oder Gegner verunglimpft werden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2004]
Es gibt offenbar einen »Junior Eurovision Song Contest« für Wettbewerber unterhalb der […]Altersgrenze von 16 Jahren, dessen aktuelle Gewinnerin[…] mit Charme und Stimmumfang alle erwachsenen Teilnehmer an diesen Abend locker in Schatten gestellt hätte. [Der Spiegel, 15.05.2016 (online)]
Gracia aus München, die als Mitfavoritin [bei der TV-Casting-Show] unter den letzten fünf der Wettbewerber galt, musste die Sendung verlassen. [Die Welt, 03.02.2003]
Die eigentlichen Regatten gliedern sich in zwei Teile: die Ausscheidung unter den Wettbewerbern zur Bestimmung des Herausforderers und danach die Wettfahrten zwischen diesem und dem Titelverteidiger. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2000]
»Wir setzen uns keine Deadline, wann wir den ersten Sieg oder den Titel [bei dem Formel-1-Rennen] holen«, sagte Ziebart, versprach aber, »dass wir ein zäher und harter Wettbewerber sein werden.« [Berliner Zeitung, 11.01.2000]
2.
Wirtschaft jmd., der mit anderen im Wettbewerb steht; Konkurrent
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein aggressiver, ausländischer, ernstzunehmender, unliebsamer Wettbewerber
als Akkusativobjekt: einen Wettbewerber ausschalten, ausstechen, benachteiligen, behindern, diskriminieren, unterbieten, verdrängen
als Dativobjekt: dem Wettbewerber hinterherhinken, [Marktanteile] abjagen
in Präpositionalgruppe/-objekt: im Gegensatz, Vergleich zu den Wettbewerbern; eine Fusion mit dem Wettbewerber; eine Übernahme durch den Wettbewerber
mit Genitivattribut: die Wettbewerber des Marktführers
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Wettbewerber auf dem Strommarkt, Telefonmarkt, Weltmarkt
als Genitivattribut: der Marktanteil, Markteintritt, die Übernahme, Verdrängung eines Wettbewerbers
als Passivsubjekt: ein Wettbewerber wird benachteiligt
Beispiele:
Die Wettbewerber [Internetanbieter] verweisen darauf, dass der einstige Monopolist [die Deutsche Telekom] auf eine einst noch vom Steuerzahler finanzierte Infrastruktur zurückgreifen kann. [Die Zeit, 29.04.2013 (online)]
Energiewende, Digitalisierung und viele neue Wettbewerber setzen den etablierten Energieversorgern mehr und mehr zu. [Der Standard, 28.10.2016]
Dem Unternehmen, das es mit einem aggressiven Wettbewerber zu tun hat, bleibt kaum eine Alternative, als sich auf dessen Regeln einzulassen. [C’t, 2001, Nr. 17]
In Zukunft will sich die die Bahn an ihren Wettbewerbern orientieren und ihre Tarife der Nachfrage anpassen. [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Gefahren sehen sie [die deutschen Autohersteller] allenfalls auf ausländischen Märkten – in Afrika, Fernost und Südamerika, wo die Japaner mit aggressiver Preispolitik und relativ schlichten Fahrzeugen ernsthafte Wettbewerber sind. [Der Spiegel, 12.11.1979]
allgemeinerWer als Minister überlegen sein Amt politisch und administrativ führt, drängt allein dadurch seine Wettbewerber zurück, daß diese sich scheuen, als Nachfolger mit dem überlegenen Vorgänger den Wettkampf aufzunehmen. [Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland. Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 674]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Konkurrent · Marktbegleiter · Mitbewerber · Wettbewerber
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Wettbewerber‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wettbewerber‹.

Zitationshilfe
„Wettbewerber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wettbewerber>, abgerufen am 25.10.2021.

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