Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wettbewerbsfähigkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wettbewerbsfähigkeit · wird nur im Singular verwendet
Aussprache [ˈvɛtbəvɛʁpsˌfɛːɪçkaɪ̯t]
Worttrennung Wett-be-werbs-fä-hig-keit
Wortzerlegung wettbewerbsfähig -keit
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Fähigkeit, mit andern zu konkurrieren; das Wettbewerbsfähigsein
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: die Wettbewerbsfähigkeit stärken, verbessern, steigern, sichern, fördern, wiederherstellen, beeinträchtigen, schwächen, gefährden, verschlechtern, mindern
als Dativobjekt: der Wettbewerbsfähigkeit schaden
in Präpositionalgruppe/-objekt: an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen; um die Wettbewerbsfähigkeit fürchten; Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit haben
mit Genitivattribut: die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Wirtschaft, des Standortes, des Unternehmens, des Produkts, der Erzeugnisse
in Koordination: Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität, Innovationskraft, Rentabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Wettbewerbsfähigkeit auf dem, am Weltmarkt, den Exportmärkten, den Auslandsmärkten; die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Konkurrenten, gegenüber der Konkurrenz
als Genitivattribut: die Stärkung, Steigerung, Verbesserung, Sicherung, Wiedergewinnung, die Erhaltung, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
Beispiele:
Der CO₂‑Preis [in der EU] belastet auch die Wirtschaft, Europas Politiker wollen deshalb die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schützen mit einem »Grenzausgleich«. Er soll wohl von 2026 an für Firmen gelten, die Zement, Düngemittel und Strom oder Produkte aus Eisen, Stahl und Aluminium in die EU importieren. [Süddeutsche Zeitung, 14.07.2021]
Wo wollen wir mit dem landwirtschaftlichen Standort Deutschland hin? Wie wollen wir in Zukunft tierische Lebensmittel produzieren? Will man hierzulande die Tiernutzung abschaffen oder so stark reduzieren, dass die Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr gegeben ist? Das ist eine hochbrisante, gesellschaftspolitische Debatte, […]. [Welt am Sonntag, 06.12.2020]
Die Norddeutschen [die Tischtennisspieler des TTS Borsum] ziehen sich aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit ihrer deutschen Spieler nach der bevorstehenden Verkleinerung der Teams auf nur noch vier Akteure in die drittklassige Regionalliga zurück. [Die Zeit, 10.03.2013 (online)]
Kaum ein Land profitiert so sehr vom gemeinsamen Währungsraum wie die Bundesrepublik. Deutschland exportiert deutlich mehr Waren[,] als eingeführt werden. Kritiker sehen dadurch einen Nachteil für schwächere europäische Länder. Früher konnten diese ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie ihre Währung abwerteten. Das ist mit dem Euro nicht mehr möglich. Deutschland muss sich deshalb den Vorwurf gefallen lassen, mit seinem Handelsüberschuss auf Kosten anderer zu leben. [Der Spiegel, 30.08.2011 (online)]
Die fälligen Investitionen in eine Breitband‑Infrastruktur wollen die Schweden nicht allein ihren Kommunikationsunternehmen aufbürden, sondern öffentliche Stellen sollen sich beteiligen. Mehr noch, man plant »das globale schwedische Dorf«, in dem alle Städte und Gemeinden in einem großen Netzwerk vereint sind, um einen Grundstein für Schwedens Wettbewerbsfähigkeit im neuen Jahrhundert zu legen. [C’t, 2000, Nr. 9]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Konkurrenzfähigkeit · Wettbewerbsfähigkeit

Typische Verbindungen zu ›Wettbewerbsfähigkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wettbewerbsfähigkeit‹.

Zitationshilfe
„Wettbewerbsfähigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wettbewerbsf%C3%A4higkeit>.

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