Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Widerschein, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Widerschein(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Wi-der-schein
Grundformwiderscheinen
eWDG

Bedeutungen

1.
Helligkeit, die durch Reflexion einer Lichtquelle entstanden ist
Beispiele:
der Widerschein der Sonne, des Mondes lag auf den Dächern, Fenstern, auf dem See, nassen Straßenpflaster
der Widerschein des Feuers, der Fackeln fiel auf, in die Gesichter
[sie blickt] in den flammenden Himmel im Westen und auf den rosigen Widerschein des Sonnenuntergangs im Osten [ JohoPeyrouton177]
2.
durch die Reflexion von 1 entstandene Helligkeit
Beispiele:
der Widerschein des Schnees
[das Schwanzsteuer] das, wie die Tragflächen auch, im Widerschein des besonnten Sandes blendete [ FrischHomo faber33]
3.
gehoben, übertragen das äußerlich Sichtbare eines inneren Zustandes
Beispiele:
der Widerschein von Glück, Freude lag auf seinem Gesicht
Julia schaute entzückt auf dieses Lächeln, und es trat wie ein Widerschein auf ihr eigenes Gesicht [ RinserLobel40]

Thesaurus

Synonymgruppe
Lichtreflex · Lichtrückstrahlung · Reflex · Reflexion · Spiegelung · Widerschein · indirekte Beleuchtung · indirektes Licht
Synonymgruppe
Abglanz · Schimmer · Widerschein
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Widerschein‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Widerschein‹.

Verwendungsbeispiele für ›Widerschein‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sah ein Blinken in ihren Augen, die sie ihm voll zuwandte, Widerschein von Lichtern. [Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 180]
Wer hätte nicht gerne einen schwachen Widerschein des ewigen diamantenen Glitzerns im Portfolio? [Die Zeit, 29.06.2007, Nr. 27]
Aber einen helleren Widerschein hat die Region seit 17 Monaten nicht erblickt. [Die Zeit, 11.03.2002, Nr. 10]
Fast alle anderen Damen sahen aus wie aus purem Gold gemacht, und selbst in ihren Augen schimmerte der Widerschein geschmolzenen Goldes. [Die Zeit, 30.11.1962, Nr. 48]
Das mag dazu verleiten, die Kunst mit ihrem glamourösen Widerschein zu verwechseln. [Süddeutsche Zeitung, 29.01.1997]
Zitationshilfe
„Widerschein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Widerschein>.

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