Widersinn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Wi-der-sinn
Wortzerlegung wider-Sinn
Wortbildung  mit ›Widersinn‹ als Erstglied: ↗widersinnig
eWDG, 1977

Bedeutung

Sinnlosigkeit, Ungereimtheit, Absurdität
Beispiele:
der in einem Satz, in diesem Ausspruch enthaltene Widersinn
der Widersinn bestimmter Maßnahmen
welch ein Widersinn!
daß im normalen Fall das Pfandrecht an eigener Sache ein ökonomischer Widersinn ist [Neue Justiz1960]
was für ein Widersinn war es, diesen Hohlkopf zum Mitwisser seiner Seele zu machen [Ric. HuchConfalonieri204]

Thesaurus

Synonymgruppe
Blödsinn · ↗Humbug · ↗Nonsens · ↗Unfug · Widersinn  ●  Nonsense  engl. · ↗Unsinn  Hauptform · dümmliches Gerede  variabel · ↗Blech  ugs. · ↗Bockmist  ugs. · ↗Bullshit  derb, engl. · Driss  ugs. · Dummfug  ugs. · ↗Fez  ugs. · ↗Firlefanz  ugs. · ↗Gefasel  ugs., abwertend · ↗Gelaber  ugs. · ↗Geschwafel  ugs. · ↗Gewäsch  ugs. · ↗Heckmeck  ugs. · ↗Kappes  ugs. · ↗Kiki  ugs. · ↗Kohl  ugs. · ↗Kokolores  ugs. · ↗Krampf  ugs. · ↗Käse  ugs. · ↗Mist  ugs. · ↗Mumpitz  ugs. · ↗Papperlapapp  ugs. · ↗Pillepalle  ugs. · ↗Pipifax  ugs. · ↗Quark  ugs. · ↗Quatsch  ugs. · Quatsch mit Soße  ugs., berlinerisch · ↗Scheiß  derb · ↗Scheiße  derb · ↗Schmarren  ugs. · ↗Schmarrn  ugs. · ↗Schmonzes  ugs. · ↗Schmu  ugs. · ↗Schmäh  ugs., österr. · Schwachfug  derb · ↗Schwachsinn  ugs. · ↗Sottise(n)  geh., franz. · ↗Stuss  ugs. · ↗Tinnef  ugs. · dummes Zeug  ugs. · geistiger Durchfall  derb · geistiger Dünnschiss  derb · gequirlte Scheiße  derb · saudummes Zeug  ugs., süddt.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Widersinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Widersinn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Widersinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So viel Widersinn dem Volk zu vermitteln trauen sich nicht einmal rhetorisch versierte Politiker zu.
Die Zeit, 14.08.2000, Nr. 33
Und da zeigt sich nun besonders der Widersinn des Verlangens nach größtmöglicher Lust.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Und weil er auf diese Weise deren kategoriale Eigenstruktur nicht mehr sehen kann, verschließt er sich zugleich das Verständnis für den Widersinn seines Tuns.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 428
Ein paar Beispiele sollen mir helfen, über den Widersinn der Bezeichnung historische Begriffe aufzuklären.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26713
Sie wären die Oppositionsführer: viel reden und immer recht haben - in ihrer eigenen kleinen Welt des ökonomischen Widersinns.
Die Welt, 20.08.2005
Zitationshilfe
„Widersinn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Widersinn>, abgerufen am 10.08.2020.

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