Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Widersinn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Wi-der-sinn
Wortzerlegung wider- Sinn
Wortbildung  mit ›Widersinn‹ als Erstglied: widersinnig
eWDG

Bedeutung

Sinnlosigkeit, Ungereimtheit, Absurdität
Beispiele:
der in einem Satz, in diesem Ausspruch enthaltene Widersinn
der Widersinn bestimmter Maßnahmen
welch ein Widersinn!
daß im normalen Fall das Pfandrecht an eigener Sache ein ökonomischer Widersinn ist [ Neue Justiz1960]
was für ein Widersinn war es, diesen Hohlkopf zum Mitwisser seiner Seele zu machen [ Ric. HuchConfalonieri204]

Thesaurus

Synonymgruppe
Blödsinn · Humbug · Nonsens · Unfug · Widersinn  ●  Narretei  veraltet · Nonsense  engl. · Unsinn  Hauptform · dümmliches Gerede  variabel · Banane  ugs. · Blaschwafel  ugs. · Blech  ugs. · Bockmist  ugs. · Bullshit  derb, engl. · Driss  ugs. · Dummfug  ugs. · Fez  ugs. · Firlefanz  ugs. · Gefasel  ugs., abwertend · Gelaber  ugs. · Geschwafel  ugs. · Gewäsch  ugs. · Heckmeck  ugs. · Kappes  ugs. · Kasperletheater  ugs. · Kiki  ugs. · Killefit(t)  ugs., rheinisch · Kohl  ugs. · Kokolores  ugs. · Krampf  ugs. · Käse  ugs. · Larifari  ugs. · Mist  ugs. · Mumpitz  ugs. · Papperlapapp  ugs. · Pillepalle  ugs. · Pipifax  ugs. · Quark  ugs. · Quatsch  ugs. · Quatsch mit Soße  ugs., berlinerisch · Scheiß  derb · Scheiße  derb · Schmarren  ugs. · Schmarrn  ugs. · Schmonzes  ugs. · Schmu  ugs. · Schmäh  ugs., österr. · Schwachfug  derb · Schwachsinn  ugs. · Sottise(n)  geh., franz. · Stuss  ugs. · Tinnef  ugs. · dummes Zeug  ugs. · geistiger Durchfall  derb · geistiger Dünnschiss  derb · gequirlte Scheiße  derb · saudummes Zeug  ugs., süddt.
Unterbegriffe
  • Worthülserei  ●  Blaschwafeln ugs. · leeres Geschwätz ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Widersinn‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Widersinn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Widersinn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und da zeigt sich nun besonders der Widersinn des Verlangens nach größtmöglicher Lust. [Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067]
So viel Widersinn dem Volk zu vermitteln trauen sich nicht einmal rhetorisch versierte Politiker zu. [Die Zeit, 14.08.2000, Nr. 33]
Das zu beweisen,. scheut man sich nicht vor logischem Widersinn. [Die Zeit, 03.06.1977, Nr. 23]
War sein Leben, wie man so sagt, trotz allen Widersinns »erfüllt«? [Die Zeit, 01.12.1967, Nr. 48]
Hätten die Opfer den Widersinn der nationalsozialistischen Ziele verstehen können? [Süddeutsche Zeitung, 09.10.1999]
Zitationshilfe
„Widersinn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Widersinn>.

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