Widmung, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Widmung · Nominativ Plural: Widmungen
Aussprache
WorttrennungWid-mung (computergeneriert)
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
persönliche, in ein Buch, unter ein Bild o. Ä. geschriebene Worte (durch die kenntlich gemacht wird, dass es sich um ein Geschenk o. Ä. handelt)
2.
Schenkung
3.
Amtssprache Verwaltungsakt, durch den etw. zur öffentlichen Benutzung freigegeben u. dem öffentlichen Recht unterstellt wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

widmen · Widmung
widmen Vb. ‘als Zeichen der Verehrung, Freundschaft, Dankbarkeit übereignen, sich einer Sache, jmdm. verschreiben, sich intensiv mit etw. beschäftigen’, ahd. widamen ‘ausstatten’ (9. Jh.), mhd. widemen ‘stiften, zueignen, ausstatten, dotieren’, mnd. mnl. wēdemen ist als Faktitivum zu dem unter ↗Wittum (s. d.) behandelten Substantiv (ahd. widamo) gebildet. Wie dieses gehört auch das Verbum ursprünglich dem rechtssprachlichen Bereich an und bedeutet ‘die Frau bei der Hochzeit ausstatten’ (später auch zur Sicherstellung im Todesfalle des Mannes), seit dem 13. Jh. ‘die Kirche mit Vermögenswerten ausstatten’. Durch syntaktische Umordnung (der Empfänger steht im Dativ, die übergebene Sache im Akkusativ) steht das Verb im Sinne von ‘übereignen’ (13. Jh., zuerst kirchenrechtlich, dann allgemein von Liegenschaften, finanziellen Zuwendungen), ‘stiften, gründen, einrichten’, von Personen ‘jmdn. einer Bestimmung (weihend) anheimgeben, zum Priesterstand bestimmen’ (16. Jh.). Aus ‘jmdm. etw. weihend darbringen, zueignen’ entwickelt sich durch Verallgemeinerung der heutige Gebrauch (18. Jh.). Widmung f. ‘Schenkung, Übereignung’ (14. Jh.), ‘Widmungstext’ (18. Jh.), spätmhd. widmunge ‘Ausstattung, Schenkung’.
OpenThesaurus (09/2016)

Thesaurus

Synonymgruppe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim Verlassen des Parks vergessen wir, nach der Widmung über dem Eingang zu sehen.
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2004
Sie zeigte auf die Widmung, die er soeben geschrieben hatte.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 169
Auch ich bekam ein Photo, sogar mit Widmung auf der Rückseite.
Die Zeit, 24.07.1952, Nr. 30
Eines Tages ersuchte er den graubraunen Mann, ihm in eines dieser Bücher eine Widmung zu schreiben.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 324
Er schrieb eine kurze Widmung darunter und drückte mir den Packen in die Hand.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 386
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autogramm Erstausgabe Gedichtbände Herzog Madrigalbuchs Madrigale Mahnmals Motetten Reichstagsgebäudes Rückseite Signatur Titelblatt Vorreden Vorsatzblatt bezeugen datiert datierten eigenhändiger eingraviert eingravierter gedruckte gravierten handgeschriebene handschriftlichen hineinschrieb persönlichen versehen vorangestellt vorangestellte überreichte

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Widmung‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

Ältere Wörterbücher

Korpustreffer

Referenzkorpora
Zeitungskorpora
Spezialkorpora