Wiedereinführung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wiedereinführung · Nominativ Plural: Wiedereinführungen · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache 
Worttrennung Wie-der-ein-füh-rung
Wortzerlegung  wiedereinführen -ung
Wahrig und ZDL

Bedeutung

erneutes Verbreiten, Ingebrauchnehmen von etw., was früher verbreitet oder vorhanden und längere Zeit außer Gebrauch war; erneutes Inkrafttreten einer (gesetzlichen) Regelung oder Bestimmung; das Wiedereingeführtwerden
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die geplante, mögliche, geforderte, sofortige Wiedereinführung [von etw.]
als Akkusativobjekt: die Wiedereinführung [von etw.] fordern, verlangen, prüfen, ablehnen, beschließen
als Präpositionalattribut: die Forderung nach Wiedereinführung [von etw.]
in Präpositionalgruppe/-objekt: sich für die Wiedereinführung [von etw.] einsetzen; für die Wiedereinführung [von etw.] plädieren
mit Genitivattribut: die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, der Wehrpflicht, der 40-Stunden-Woche; die Wiedereinführung der Todesstrafe
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Wiedereinführung von Grenzkontrollen, Studiengebühren
Beispiele:
Die Wiedereinführung von Vermögens‑, Erbschafts‑ und Schenkungssteuern wird [von der Partei] abgelehnt. [Der Standard, 01.11.2014]
Die Wiedereinführung eines Produkts in einer neuen Verpackung wird gerne genutzt, um die Füllmenge zu reduzieren und den Preis zu erhöhen. [Der Spiegel, 15.06.2012 (online)]
[…] ich wünsche mir die Wiedereinführung der Holzklasse bei der Bahn und Fenster, die man von Hand öffnen kann[,] statt der Klimaanlagen, die immer wieder versagen. [Die Welt, 12.02.2019]
Wenn sich 30.000 Türken, die in Deutschland leben, arbeiten und alle politischen Freiheiten genießen, versammeln, um »ihren« Präsidenten zu feiern und seinen Wunsch nach Wiedereinführung der Todesstrafe zu bekräftigen, dann wird das […] mit einem gewissen Unbehagen registriert. [Die Welt, 29.12.2017]
Nachdem dieser Brauch [das Tragen von Talaren bei akademischen Feiern] in der DDR jahrzehntelang verpönt war, stieß seine Wiedereinführung nach der »Wende« durchaus nicht auf ungeteilte Begeisterung. [Der Tagesspiegel, 12.01.2000]
In der Bundesrepublik […] werden die Wiedereinführung des Solidaritätszuschlages zum kommenden Jahresbeginn, die Neueinführung der Pflegeversicherung oder etwa die Erhöhung der Versicherungssteuer private Kaufkraft abschöpfen. [Süddeutsche Zeitung, 18.10.1994]
Die Übernahme bundesdeutschen Rechts und die Wiedereinführung der Wehrpflicht in West‑Berlin dürften nicht einfach hingenommen werden. [die tageszeitung, 27.07.1990]
Obendrein haben es […] die geschäftsführenden Gesellschafter[…] geschafft, gleich für mehrere Ost‑Marken überzeugende Neu‑ oder Wiedereinführungen zu bereiten. [Die Welt, 19.04.1999] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Neueinführung · Wiedereinführung

Typische Verbindungen zu ›Wiedereinführung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wiedereinführung‹.

Zitationshilfe
„Wiedereinführung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wiedereinf%C3%BChrung>, abgerufen am 02.12.2021.

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