Wiese, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wiese · Nominativ Plural: Wiesen
Aussprache
WorttrennungWie-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wiese‹ als Erstglied: ↗Wiesenbewässerung · ↗Wiesenblume · ↗Wiesenboden · ↗Wiesengrund · ↗Wiesengut · ↗Wiesenhang · ↗Wiesenkerbel · ↗Wiesenland · ↗Wiesenlichtung · ↗Wiesenpfad · ↗Wiesenpieper · ↗Wiesenplan · ↗Wiesenrain · ↗Wiesenschaumkraut · ↗Wiesenweihe
 ·  mit ›Wiese‹ als Letztglied: ↗Spielwiese · ↗Streuobstwiese · ↗Vogelwiese
 ·  Ableitungen von ›Wiese‹: ↗Wies'n · ↗Wiesn
eWDG, 1977

Bedeutung

eine besonders mit Gras bewachsene landwirtschaftliche Nutzfläche, die meist zur Gewinnung von Heu oder als Weide dient
Beispiele:
eine grüne, blumige, saftige, taufeuchte, nasse, sumpfige, trockene Wiese
die Wiesen sind überschwemmt
eine Landschaft mit vielen Wiesen und Wäldern
auf einer Wiese liegen, sich lagern
die Kinder spielten auf der Wiese, pflückten auf der Wiese Blumen
die Kuhherde graste auf der Wiese
eine Wiese mähen
das Heu von der Wiese holen
über eine Wiese gehen
So wate ich durch ... quatschende Wiesen, ich überquere niedrige Dämme und springe über Gräben und Schilf [Hausm.Lampioon56]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wiese f. ‘Grasfläche’, ahd. wisa (8. Jh.), mhd. wise, asächs. wisa (in Ortsnamen), mnd. mnl. wēse, daneben (wohl mit deminutivem k-Suffix) asächs. wiska (ebenfalls in Ortsnamen), mnd. wisch(e), mnl. wisch. Herkunft ungeklärt. Unsicher bleibt sowohl eine Verbindung mit anord. vīsir ‘Knospe, Spitze’, aengl. wīse ‘Sproß, Stengel’, lit. veĩsti ‘durch Fortpflanzung sich vermehren, (er)zeugen’ als auch mit (ablautend) ahd. waso ‘Rasen, feuchter Erdboden’ (9. Jh.), asächs. waso ‘Rasen, Scholle’, mnd. wāse ‘Schlamm, feuchter Rasen’, mnl. waes, wāse, wāze, nl. waas ‘Schlamm, sumpfiges Land’, aengl. wāse, engl. ooze ‘Schlamm’. Am ehesten wohl verwandt mit awest. vāstra- n. ‘Weide, Gras, Futter’ und hethit. weši- ‘(Vieh)weide’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Grün · ↗Grünfläche · ↗Grünland · ↗Matte · ↗Rasen · ↗Rasenfläche · ↗Weide  ●  ↗Bleiche  regional, veraltet · Wiese  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blumen Bäche Bäumen Einkaufszentren Felder Gras Grün Hügel Kühe Mooren Seen Wald Weiden angrenzenden blühende feuchten gemäht gemähte grasen grünen nassen saftigen satten sattgrüne schlängelt sumpfigen verschneite weiden Äcker

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wiese‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Regen machte die sumpfigen Wiesen für den größten Teil des Jahres unpassierbar.
Die Zeit, 18.08.2005, Nr. 34
Es ist früh am Morgen, die Wiesen dampfen vom Tau, die Welt liegt da wie frisch geduscht.
Der Tagesspiegel, 29.05.2004
Dann setzten wir uns auf eine taunasse Wiese hinter einen Baum.
Hasler, Ulrich E.: Eubiotik, Heidelberg: Haug 1967, S. 35
Einmal hat sie Anni mitgenommen und da ist sie auf der Wiese herumgesprungen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 26.06.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Während des Weges über die Wiesen blieb der Lehrer schweigsam.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18551
Zitationshilfe
„Wiese“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wiese>, abgerufen am 23.02.2018.

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