Wilde, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Wilden · Nominativ Plural: Wilde(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Wilden, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Wilde.
WorttrennungWil-de
eWDG, 1977

Bedeutung

abwertend, veraltend Angehörige, Angehöriger eines Naturvolkes auf niedriger Kulturstufe
Beispiel:
Insgesamt war es etwa ein halbes Hundert von Wilden [CramerKonzessionen328]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Barbar Garde Geschlechtsleben Halbwilde Horde Indianer Kannibale Menschenfresser Mythos Primitive Primitiven Südsee Südseeinsel Topos VfB Wilde Zahme Zivilisierte Zähmung edel gebärden gezähmt halbnackt jung nackt nobel primitiv sogenannt unzivilisiert zähmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wilde‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieser Tage ist sein Roman "Unter Wilden" auf Deutsch erschienen.
Die Welt, 13.09.2003
Widerborstig wie die jungen Wilden gebärden sie sich in der Tat nicht.
Der Tagesspiegel, 20.04.1999
Aber sie sah anscheinend nicht den rohen Wilden in ihm.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 154
Sie starrten unentwegt auf die Wilden und blieben dabei stumm.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 86
Vorher waren nur die Armen und die Wilden den entfesselten kapitalistischen Elementen ausgesetzt.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 99
Zitationshilfe
„Wilde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wilde>, abgerufen am 26.08.2019.

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