Willensanspannung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungWil-lens-an-span-nung
WortzerlegungWilleAnspannung
eWDG, 1977

Bedeutung

Konzentration des ganzen Willens, aller Energie auf ein Ziel
Beispiele:
eine starke, äußerste Willensanspannung war nötig
das Kind konnte dem Unterricht nur mit erhöhter, größter Willensanspannung folgen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit äußerster Willensanspannung rafft er sich auf und macht einige Schritte nach vorn.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 232
Daß er nicht mehr wimmerte, war das Resultat einer äußersten Willensanspannung.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 251
Hat er in einer letzten, übermenschlichen Willensanspannung sich selbst unters Wasser gedrückt, um dies unkönigliche, nicht mehr lebenswerte Leben zu enden?
Die Zeit, 13.11.1952, Nr. 46
Die Willensanspannung erweist sich als Störfaktor dieses Wunderwerkes der Regulation.
Die Zeit, 26.08.1960, Nr. 35
Als die larmoyant heisere Stimme seiner Haushälterin Agnes ihn weckte, riß er sich mit Willensanspannung und ungern gehorchenden Gliedern aus dem Bett.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 45
Zitationshilfe
„Willensanspannung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Willensanspannung>, abgerufen am 15.10.2019.

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