Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wimmelbild, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wimmelbild(e)s · Nominativ Plural: Wimmelbilder
Aussprache [ˈvɪml̩ˌbɪlt]
Worttrennung Wim-mel-bild
Wortzerlegung wimmeln Bild
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

meist gemaltes Bild mit einer Fülle von Details und oft gleichzeitig ablaufenden Geschehnissen, die sich erst bei konzentrierter Betrachtung erschließen
siehe auch Wimmelbuch
Wimmelbilder werden oft in großformatigen, textlosen Kinderbüchern verwendet.
Beispiele:
Dies ist es aber, was alle Kinder mit den Wimmelbildern am liebsten tun – genau hinschauen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2002]
vergleichendDer Bildschirm weitet sich zu einem prächtigen Wimmelbild, auf dem vom Panda bis zur Pagode, vom Reisbauern bis zum Terrakottasoldaten unzählige Details zum Betrachten und Anklicken einladen. [C’t, 2001, Nr. 12]
Seine [Hieronymus Boschs] Wimmelbilder sind Labyrinthe voller Zitate und Verweise. [Der Tagesspiegel, 14.09.2001]
Man muß schon suchen, bis man in den Wimmelbildern etwas findet. [Süddeutsche Zeitung, 02.01.1999]
Auf einem Fuß reitend und mit einem reich bestückten Bratspieß bewaffnet, ficht der Dickwanst Karneval gegen die dürre Fastengestalt, die ihm, auf einem hölzernen Kirchenstuhl sitzend, eine Backschaufel nebst zwei Heringen entgegenstreckt. Pieter Breughels Wiener Gemälde von 1559 stellt den »Kampf des Karnevals gegen die Fasten« […] als »Wimmelbild« auf einem flämischen Marktplatz dar. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.1993]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Wimmelbild‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wimmelbild‹.

Zitationshilfe
„Wimmelbild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wimmelbild>.

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