Windel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Windel · Nominativ Plural: Windeln
Aussprache
WorttrennungWin-del (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Windel‹ als Erstglied: ↗windelweich  ·  mit ›Windel‹ als Letztglied: ↗Babywindel · ↗Mullwindel
eWDG, 1977

Bedeutung

saugfähiges, weiches, locker gewebtes Tuch, das um den Unterkörper von Säuglingen gewickelt wird, um Kot und Urin aufzunehmen
Beispiele:
eine saubere, nasse Windel
Windeln aus Zellstoff, Mull
die Windeln waschen, trocknen
dem Säugling eine frische Windel umlegen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich eine Sache liegt noch in den Windeln (= befindet sich noch in den Anfängen der Entwicklung)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Windel · windelweich
Windel f. ‘weiches Wickeltuch für Säuglinge zur Aufnahme der Ausscheidungen’, ahd. wintila ‘Binde’ (9. Jh.), ‘Kinderwindel’ (10. Jh.), asächs. windila, mhd. windel, wintel, mnd. mnl. windel ‘Kinderwindel’ sowie aengl. windel ‘geflochtener Korb’ sind Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ilō zu der unter ↗winden (s. d.) dargestellten Wortgruppe, ursprünglich ‘Binde zum (Ver)binden, zum Umwickeln’. windelweich Adj. ‘weich wie eine Kinderwindel’ (19. Jh.), besonders jmdn. windelweich prügeln, schlagen, verstärkende Bildung, mehrfach in den Mundarten, literarisch bei Kotzebue, Heine; vielleicht in lautlichem Anklang an vereinzelt im Bair. bezeugtes windelbleich ‘bleich wie weißes Windeltuch’, vgl. Hauschild in: ZfdWf. 6 (1904/05) 211.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Babykost Babynahrung Damenbinde Forschergeist Hygieneartikel Kinderbekleidung Kinderwagen Latz Lendentuch Magensonde Milchpulver Papiertaschentuch Puder Schnuller Spielzeug Strampler Toilettenpapier Waschmittel Wechseln benutzt entwachsen gebraucht kacken nass schmutzig stinkend vollgekackt vollgeschissen waschbar wickeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Windel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gibt auch Windeln, mit denen Babys schwimmen gehen können.
Der Tagesspiegel, 11.02.2003
Aber nach zwölf Tagen hatte ich die Operation überstanden, ich brauchte keine Windeln mehr.
Süddeutsche Zeitung, 15.12.2000
Ich habe gerade in die Windeln gepinkelt, und ich warte auf meine Mutter.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 192
Was hier noch in den Windeln liegt, trinkt heute schon mit Freuden.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 296
Windeln, die man im Winter aus kalten Räumen holt, müssen vor dem Anlegen vorgewärmt werden.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 384
Zitationshilfe
„Windel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Windel>, abgerufen am 19.10.2019.

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