Windpocken

WorttrennungWind-po-cken (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bes. bei Kleinkindern auftretende Infektionskrankheit mit einem Hautausschlag in Form kleiner, roter Flecken u. Bläschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pocke · Windpocken
Pocke f. ‘Blatter, (Eiter)bläschen, Pustel’. Mnd. pocke, nd. Pocke dringt im 16. Jh. ins Hd. vor und verdrängt frühnhd. (md.) poche, (obd.) pfoche. Es gehört als Gutturalerweiterung wie aengl. poc, engl. pock, mnl. pocke, nl. pok (mit intensivierender Gemination) im Sinne von ‘Schwellung, Geschwulst’ zur Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ (s. auch ↗Bauch, ↗Bausch, ↗Beule, ↗Beutel, ↗Busen). Der Plural Pocken wird (17. Jh.) Bezeichnung einer gefährlichen, ansteckenden Infektionskrankheit; dafür auch ↗Blattern (s. d.). Windpocken, -blattern Plur. Kinderkrankheit mit Bläschen, die keinen Eiter, dafür gleichsam Luft (Wind) enthalten (18. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Feuchtblattern · ↗Schafblattern · Spitze Blattern · Wasserpocken · Wilde Blattern · Windpocken  ●  Varizella  fachspr. · Varizellen  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Erreger Grippe Gürtelrose Impfung Keuchhusten Kinderkrankheit Krankheit Maser Mumps Pocken Röteln Verdacht auskurieren erkranken impfen überstehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Windpocken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bekam auch noch die Windpocken, die er schon als Kind gehabt hatte.
Der Tagesspiegel, 03.07.2001
Die kleine Lisa (5) bekommt wie jedes Kind auf die Welt Windpocken.
Bild, 08.09.1999
Sie wohnt draußen, hatte die Bahn verpaßt, ihr Kind hat Windpocken.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 389
Außer Windpocken hatten sie nicht einmal die Kinderkrankheiten wie Masern und Scharlach.
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 150
Das sind die einzelnen Infektionskrankheiten wie Masern, Windpocken, Röteln, Keuchhusten, Ziegenpeter, Diphtherie und Scharlach.
Bundesverband d.dt. Standesbeamten e.V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 80
Zitationshilfe
„Windpocken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Windpocken>, abgerufen am 15.10.2019.

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