Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Winter, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Winters · Nominativ Plural: Winter
Aussprache 
Worttrennung Win-ter
Wortbildung  mit ›Winter‹ als Erstglied: Winterabend · Winteranfang · Winteranzug · Winterapfel · Winteraster · Winterausklang · Winterausrüstung · Winterbahn · Winterbeere · Winterbevorratung · Winterbirne · Winterbiwak · Winterblues · Winterblüher · Wintercamping · Winterdepression · Winterdienst · Wintereiche · Wintereinbruch · Wintereinsamkeit · Winterende · Winterendivie · Winterengagement · Wintererbse · Winterfahrplan · Winterfell · Winterferien · Winterfliege · Winterflugplan · Winterfrische · Winterfrucht · Winterfurche · Winterfutter · Wintergarn · Wintergarten · Wintergast · Wintergerste · Wintergetreide · Wintergewitter · Wintergoldhähnchen · Winterhafen · Winterhalbjahr · Winterhilfe · Winterhilfswerk · Winterkartoffel · Winterkleid · Winterkleidung · Winterkohl · Winterkorn · Winterkostüm · Winterkurort · Winterkälte · Winterlandschaft · Winterlaub · Winterlinde · Winterling · Winterluft · Wintermantel · Wintermanöver · Wintermode · Wintermonat · Wintermorgen · Wintermärchen · Winternacht · Winterobst · Winterolympiade · Winterparadies · Winterpause · Winterpracht · Winterpreis · Winterquartal · Winterquartier · Winterraps · Winterregen · Winterreifen · Winterreise · Winterresidenz · Winterrettich · Winterroggen · Winterruhe · Wintersaat · Wintersachen · Wintersaison · Wintersalat · Wintersanfang · Winterschlaf · Winterschlussverkauf · Winterschläfer · Winterschuh · Winterschule · Wintersemester · Wintersende · Wintersonne · Wintersonnenwende · Winterspiel · Winterspielplan · Winterspielzeit · Winterspinat · Wintersport · Wintersportart · Wintersportler · Winterstandquartier · Winterstarre · Winterstreu · Wintersturm · Winterszeit · Wintertag · Winterurlaub · Wintervorrat · Winterwald · Winterweide · Winterweizen · Winterwelt · Winterwetter · Winterzauber · Winterzeit · Winterzeug · winterfest · winterhart · winterlich · wintersicher · wintertauglich
 ·  mit ›Winter‹ als Letztglied: Ballwinter · Fimbulwinter · Hochwinter · Kryptowinter · Mittwinter · Nachwinter · Polarwinter · Spätwinter · Vorwinter
 ·  mit ›Winter‹ als Grundform: winters
eWDG

Bedeutung

vierte der vier Jahreszeiten, die kälteste Jahreszeit
Beispiele:
ein harter, strenger, kalter, trockener, milder, schneereicher, langer, kurzer Winter
in diesem Jahr hatten wir einen frühen Winter
es ist, wird bald Winter
jetzt wird es bald Winter
umgangssprachlichjetzt wird es mit Gewalt Winter (= jetzt wird es schnell W.)
der Winter beginnt, kommt
gehobender Winter fällt ein, bricht herein
es ist Herbst, es geht auf den Winter
den Winter im Gebirge verbringen, verleben
ich war den ganzen Winter über krank
ich bin schon den dritten Winter hier, komme Winter für Winter hierher
die Tiere sind Sommer und Winter (= das ganze Jahr lang) auf der Weide
ich verreise im Winter
er mag sehen, wie er durch den Winter kommt
bildlich
Beispiel:
der Winter steht vor der Tür
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Winter m. Die Herkunft der Bezeichnung für die kalte Jahreszeit ahd. (8. Jh.), asächs. wintar, mhd. winter, winder, mnd. mnl. nl. afries. aengl. engl. winter, anord. vetr, auch ‘Jahr’ (aus urnord. *wintruʀ), schwed. vinter, got. wintrus (germ. *wentru-) ist nicht sicher geklärt. Vergleicht man lat. unda ‘Welle, Woge’ und lit. vanduõ ‘Wasser’, so kann auch für Winter an eine Nasalierung der unter Wasser (s. d.) angeführten Wurzelerweiterung ie. *aud-, *u̯ed-, *ū̌d- ‘Wasser’ gedacht und Winter als die ‘nasse Jahreszeit’ interpretiert werden. Erwogen wird auch Anknüpfung an air. find ‘weiß’. Mezger in: Zs. f. vgl. Sprachforsch. 76 (1960) 306 f. stellt dagegen eine Verbindung zu ahd. winistar, mhd. winster, aengl. winstre, anord. vinstri ‘link’ (s. link) her und setzt eine gemeinsame Ausgangsbedeutung ‘weg, abgewendet’, d. h. ‘von Süden, von rechts abgewendet’ voraus; als Grundlage nimmt er ie. *u̯e- ‘herab, weg von’ an (s. Westen). Da die Germanen die Jahre nach Wintern zählen, kann man annehmen, daß der Winter der Beginn des in zwei Hälften (Winter und Sommer) geteilten germanischen Jahres ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Winter · Winterzeit  ●  kalte Jahreszeit  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›Winter‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Winter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Winter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So vorbereitet können Sie dem Winter mutig ins Auge schauen. [Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 427]
So kommt man am billigsten mit dem Auto über den Winter. [Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 254]
In diesem einsamen Winter, abgeschnitten von der übrigen Welt, ist er entschlossen nur Dichter zu sein. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 154]
Wir können nur ein paar Monate im Winter richtig springen, das reicht eigentlich gar nicht. [Der Spiegel, 31.12.1990]
Solange er drinnen ist, bleibt er unberührt von der Wut des Winters. [Baus, Karl: Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1973], S. 28921]
Zitationshilfe
„Winter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Winter>.

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