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Wismut, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wismut(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Wis-mut
Wortbildung  mit ›Wismut‹ als Erstglied: Wismutmalerei
eWDG

Bedeutung

Chemie metallisches Element mit rötlich bis silberweißem Glanz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wismut n. Der Name des silberweißen Metalls frühnhd. wissemat, wismāt (15. Jh.), Wismůt (16. Jh.), Wismuth (17. Jh.), mnd. wesemōd (Ende 15. Jh.), latinisiert wismutum (15. Jh.), bisemutum (16. Jh.) ist etymologisch nicht sicher geklärt. Bisher wurde angenommen, das Metall sei (15. Jh.) nach der ersten Wismutzeche St. Georgen in der Wiesen (Erzgebirge) benannt worden, der Name daher eine kontrahierte Zusammensetzung, hervorgegangen aus in der Wiesen und muten (‘um das Anlegen einer Fundgrube nachsuchen, Bergbauerlaubnis einholen’). Plosz in: Archiv f. d. Studium d. neueren Spr. 195 (1959) 317 ff. erklärt diesen Herleitungsversuch auf Grund eines neuen Belegfundes wesemut (um 1390) für hinfällig. Er geht davon aus, daß in früher Zeit Wismut und Antimon gleichermaßen als Glanzmittel (bei Malerei und Gießerei) verwendet werden. Er vermutet, daß die Bezeichnung arab. itmid ‘Antimon’, in entstellter Form (oder als alchimistischer Deckname) ibšimit, auch auf das heute unter Wismut bekannte Metall übergegangen sei. Aus ibšimit habe sich durch Metathese (*bisi-) nlat. bisemutum und spätmhd. wesemut (aus *wisemut) entwickelt, deren -u- unter dem Einfluß der (bei Metallen üblichen) lat. Endung -um enstanden sei.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bismut · Wismut
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Wismut‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wismut‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wismut‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles in allem lieferte die Wismut von 1946 bis 1990 etwa 220.000 Tonnen. [Die Zeit, 23.06.2005, Nr. 26]
Die Wismut, hatte man den Arbeitern erklärt, sichere den Frieden. [Süddeutsche Zeitung, 24.11.1994]
Unter den chemischen Elementen galt bisher Wismut als schwerster noch stabiler Kern. [Der Tagesspiegel, 25.04.2003]
Das auf Wismut basierende Material sei im Aufbau Graphen ähnlich – einem wabenförmigen Netz von Kohlenstoffatomen, berichten die Forscher. [Die Zeit, 10.03.2013 (online)]
Die »Wismut« hat ihn ausgemustert und dem Krankenhaus als Nachtportier überlassen. [Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 226]
Zitationshilfe
„Wismut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wismut>.

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