Wolfram, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Wolframs · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Wolf-ram
Wortbildung  mit ›Wolfram‹ als Erstglied: Wolframfaden
eWDG

Bedeutung

Chemie silberweiß glänzendes Schwermetall
Beispiel:
Wolfram wird für Glühfäden in elektrischen Glühlampen verwendet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wolfram n. (älter auch m.) eisengraues Schwermetall (chemischer Grundstoff, bekannt seit der 2. Hälfte des 18. Jhs.). Die im 16. Jh. aufkommende Bezeichnung Wolfrumb (Mathesius 1562), Wolfram (1590) ist zunächst (wie Kobalt, Nickel, s. d.) ein Scheltwort erzgebirgischer Bergleute für wolframhaltige Zinnerze, deren Wolframgehalt bei der Verhüttung eine Verringerung der Zinnausbeute bewirkt. Das erste Glied des Kompositums besteht aus dem unter Wolf (s. d.) behandelten Substantiv, das zweite aus ahd. (Hs. 13. Jh.), mhd. rām ‘staubiger Schmutz, Ruß’, besonders ‘Schmutz, Ruß vom Metall der Rüstung’, nhd. (nur noch mundartlich) Rahm (vgl. ahd. rāmag ‘schmutzig, rußig’, 8. Jh., aengl. hrūmig ‘rußig’), das als Bildung mit m-Suffix wie aind. rāmáḥ ‘dunkel, dunkelfarbig, schwarz’, rāmá- ‘das Dunkel’, rāmī́- ‘Nacht’ auf eine Wurzel ie. *rē- ‘dunkel’ zurückgeführt werden kann. Wolfram steht also im Sinne von ‘Wolfsschmutz’ für jenes schmutzfarbene Erz, das Zinn gleichsam wie ein Wolf auffrißt.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Wolfram  ●  W  Elementsymbol
Oberbegriffe
  • Nebengruppenelement

Typische Verbindungen zu ›Wolfram‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wolfram‹.

Verwendungsbeispiele für ›Wolfram‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bodenschätze sind Molybdän, Wolfram, Gold, Asbest und Braunkohle, erschlossen durch die Transsibirische Eisenbahn und die Baikal-Amur-Magistrale.
o. A. [cs]: Buriatien. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1990]
Im Unterschied zu Molybdän und Wolfram ist die Oxydationsstufe +4 für Chrom nicht charakteristisch.
o. A.[Autorenkollektiv]: Chemie der Pseudohalogenide, Heidelberg: Hüthig 1979 [1978], S. 89
Zitationshilfe
„Wolfram“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wolfram>, abgerufen am 21.09.2021.

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