Wonne, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Wonne · Nominativ Plural: Wonnen
Aussprache
WorttrennungWon-ne (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Wonne‹ als Erstglied: ↗Wonnegefühl · ↗Wonnemonat · ↗Wonnemond · ↗Wonneproppen · ↗Wonneschauder · ↗Wonneschauer · ↗wonnereich · ↗wonnesam · ↗wonnetrunken · ↗wonnevoll
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben beglückendes Gefühl tiefster Freude, innigen Vergnügens, höchsten Genusses, Glückseligkeit
Beispiele:
es ist eine (wahre) Wonne, seinem Klavierspiel zuzuhören
das Puppentheater war in der Kindheit seine höchste Wonne gewesen
anfangs war ihre Ehe eitel Wonne
das war eine Wonne!
ein Schauer der Wonne durchrieselt jmdn.
jmd. schwimmt in Wonne
mit kindlicher Wonne streichelte der Kleine das Kaninchen
jmd. kann sich vor Wonne kaum fassen
sie glaubte, vor Wonne zu vergehen
vor Wonne laut aufjauchzen
die (süßen) Wonnen der Liebe
die höchsten Wonnen des Lebens genießen
als wir durchgefroren nach Hause kamen, standen schon Teller mit Kuchen und, o Wonne, eine Kanne mit heißem Tee auf dem Tisch umgangssprachlich
es wäre mir eine (wahre) Wonne, ihm meine Meinung zu sagen
der alte Elias entdeckte auf seine alten Tage die Wonnen des Sammlers [FalladaWolf1,332]
mit Präposition
in Verbindung mit »mit«
Beispiele:
etw. mit (wahrer) Wonne tun
sie hat ihn mit Wonne abblitzen lassen
die Sensationspresse stürzte sich mit Wonne auf diesen Fall
»würdest du mir dabei helfen?« »Aber mit Wonne
in Verbindung mit »vor«
Beispiel:
sie kreischten laut auf vor Wonne
in Verbindung mit »zur«
Beispiel:
sein Vorrat an Witzen und Anekdoten war zur Wonne der Gäste unerschöpflich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wonne · wonnig
Wonne f. ‘Freude, Vergnügen, Beglückung’, ahd. wunna (9. Jh.), mhd. wunne, wünne, asächs. wunnia, mnd. wunne, aengl. wynn steht als jō-Stamm (westgerm. *wunjō) zur Schwundstufe der unter ↗gewinnen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’, auch ‘erarbeiten, Mühe haben’, perfektiv ‘erreichen, gewinnen’, s. dazu auch ↗wohnen, ↗Wunsch. Wonne ist in frühnhd. Zeit selten bezeugt, wird aber in der Mitte des 18. Jhs. durch poetischen Sprachgebrauch in der empfindsamen Literatur neu belebt. wonnig Adj. ‘freudig, beglückend, schön’, mhd. (md.) wunnic, geläufig erst seit Mitte 18. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abstraktion Ekstase Gewöhnlichen Gewöhnlichkeit Krach Leselust Paradieses Qualen Seligkeit Trivialen Vergeblichkeit Vergänglichkeit Wahn Wanne Wehmut Wonne auskosten besingt himmlische hingibt kulinarischen köstliche schwelgt seligen suhlt süßen ungeahnten verheißen wahre überirdische

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wonne‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Haare in dem dicken Fell, das er sich zugelegt hat, stehen ihm vor Wonne zu Berge.
Der Tagesspiegel, 05.03.2000
In den Wonnen des Ornaments wühlen zur Zeit viele Bücher.
Die Zeit, 10.10.1980, Nr. 42
Er schaut erstaunt auf, greift aber mit doppelter Wonne wieder zu.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind ` Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 119
Ich habe nicht vergeblich gelebt, ich möchte tanzen vor Wonne, ich kann meine Schuld endlich begleichen, sage nichts, ich bin schuldig geworden an dir!
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 9
Also wurde ich hinzitiert und alles ist Freude und Wonne.
Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 194
Zitationshilfe
„Wonne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wonne>, abgerufen am 21.09.2017.

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