Wurz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Wortbildung mit ›Wurz‹ als Erstglied: ↗Würzelein · ↗Würzlein  ·  mit ›Wurz‹ als Letztglied: ↗Bitterwurz · ↗Christwurz · ↗Engelwurz · ↗Gamswurz · ↗Gämswurz · ↗Haferwurz · ↗Haselwurz · ↗Hauswurz · ↗Meisterwurz · ↗Nelkenwurz · ↗Nieswurz · ↗Pfeilwurz · ↗Ragwurz · ↗Ruhrwurz · ↗Schmerwurz · ↗Schminkwurz · ↗Siegwurz · ↗Silberwurz · ↗Sommerwurz · ↗Springwurz · ↗Stendelwurz · ↗Sumpfwurz · ↗Weißwurz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Wurz f. ‘Wurzel, Pflanze’, ahd. wurz ‘Wurzel, Kraut, Gras, Grünstengel, Kohl, Pflanze’ (8. Jh.), wurza ‘Wurzel’ (8. Jh.), mhd. wurz, wurze, (md.) worz ‘Pflanze, Kraut, Wurzel’, asächs. wurt, mnd. wort, wurt ‘Kraut, Pflanze, Gewürz’, aengl. wyrt ‘Wurzel, Pflanze’, engl. wort ‘Kraut, Pflanze’,. anord. urt ‘Pflanze, Kraut’, schwed. ört, got. waúrts ‘Wurzel’ (germ. *wurti-) lassen sich mit griech. rhádamnos (ῥάδαμνος) ‘Ast, Zweig, Trieb’, rhā́dix (ῥάδιξ, wenn aus ie. *u̯rād-) ‘Ast, Zweig’, lat. rādīx ‘Wurzel’, kymr. gwraidd ‘Wurzeln’, air. mir. frēn (aus *u̯ṛdno-) ‘Wurzel’ auf ie. *u̯(e)rād-, *u̯erəd-, *u̯rəd- ‘Zweig, Rute, Wurzel’ zurückführen. In frühnhd. Zeit verliert Wurz zunehmend die Bedeutung ‘Pflanze’ (16. Jh.), als Simplex wird es seither nur noch (obd.) für ‘Wurzel’ und ‘Wurzelpflanze’ verwendet. Seit ahd. Zeit ist Wurz häufig Grundwort in Pflanzennamen, vgl. z. B. ↗Nieswurz, s. d.

Typische Verbindungen
computergeneriert

gebären

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Wurz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wurzen hat den zweifelhaften Ruf erlangt, eine "national befreite Zone" zu sein.
Die Zeit, 01.07.1999, Nr. 27
In Wurzen wohnen und arbeiten viele integrierte und akzeptierte ausländische Bürger.
Süddeutsche Zeitung, 18.05.2001
Das ist ungewöhnlich, weil ich Wurz eigentlich nicht so hart getroffen habe.
Bild, 25.05.1998
Wie schwer das wird, ist in Hoyerswerda und Wurzen deutlich zu spüren.
Der Tagesspiegel, 23.06.2000
Ich machte meine Arbeit zwischen Altenburg und Delitzsch, Schkeuditz und Wurzen und galt als der erfahrenste Sprengmeister im Bezirk.
Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987 [1984], S. 209
Zitationshilfe
„Wurz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Wurz>, abgerufen am 15.12.2019.

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