Zange, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zange · Nominativ Plural: Zangen
Aussprache  [ˈʦaŋə]
Worttrennung Zan-ge
Wortbildung  mit ›Zange‹ als Erstglied: Zangenangriff · Zangenbewegung · Zangengeburt · Zangengriff · zangenförmig
 ·  mit ›Zange‹ als Letztglied: Abisolierzange · Beißzange · Drahtzange · Elektrikerzange · Feuerzange · Flachzange · Flügelzange · Fresszangen · Geburtszange · Gebäckzange · Greifzange · Hakenzange · Kerbzange · Kneifzange · Kneipzange · Knipszange · Kohlenzange · Kombizange · Kröselzange · Lochzange · Monierzange · Rohrzange · Schmiedezange · Zahnzange · Zuckerzange
 ·  mit ›Zange‹ als Grundform: zangeln
eWDG

Bedeutungen

1.
zum Halten, Biegen und Trennen dienendes Werkzeug aus zwei durch ein Scharnier verbundenen Backen, die in Griffe übergehen
Beispiele:
er kniff den Draht mit der Zange ab
er zog mit seiner Zange alle Nägel aus der Kiste
eine Zange zum Knipsen der Fahrkarten
sie nahm sich [Dativ] mit der fein ziselierten, silbernen Zange Gebäck auf den Teller
das Kind musste mit der Zange (= Geburtszange) geholt werden
umgangssprachlich, übertragen jmdn. in die Zange nehmenjmdn. von mehreren Seiten bedrängen, unter Druck setzen
Beispiele:
jmdn. in der Zange haben (= jmdn. in der Gewalt haben, zu etw. zwingen können)
In die Zange genommen, lieferte Joe vor der Untersuchungskommission endlich den ersten Namen [ Weltbühne1954]
jmdn., etw. nicht mit der Zange anfassen mögenvor jmdm., etw. Widerwillen empfinden
Beispiel:
das Taschentuch sah so aus, dass man es nicht einmal mit der Zange anfassen mochte
2.
paariges Werkzeug zum Greifen bei einigen Insekten und Krebsen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zange · Beißzange
Zange f. Werkzeug zum Greifen, Festhalten, Biegen und Trennen, bestehend aus zwei durch ein Scharnier verbundenen, in Griffe übergehenden Backen, ahd. zanga (8. Jh.), mhd. zange (auch ‘Lichtputze’), asächs. tanga, mnd. tange (auch ‘Sandrücken zwischen Mooren’, im Plur. ‘Grundpfähle des Hauses’), mnl. tanghe, nl. tang, aengl. tang(e), engl. tongs (Plur.), anord. tǫng, schwed. tång, dän. tang. Das im Got. nicht bezeugte, aber wohl gemeingerm. *tangō f. läßt sich mit aind. dáśati ‘beißt’, griech. dáknein (δάκνειν) ‘beißen, stechen, verletzen’, dágma, dḗgma (δάγμα, δῆγμα) ‘Biß, Stich’, alban. (tosk.) darë, (geg.) danë ‘Zange’ an die Wurzel ie. *denk̑- ‘beißen’ anschließen. Ausgangsbedeutung von Zange wäre dann ‘die Beißende’. Verdeutlichendes Kompositum dazu ist Beißzange f. ‘Zange mit zwei scharfen, gegeneinandergebogenen Schneiden’ (1. Hälfte 16. Jh., zuerst als chirurgisches Instrument), ferner gleichbed. Kneifzange (17. Jh., s. kneifen).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Zange  ●  Knieper  ugs., norddeutsch
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Zange‹ (berechnet)

Anwendung Backe Hilfe benutzen eisern geraten glühend hallgartener hallgarter hallgartner holen klein schließen silbern speziell spitz öffnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zange‹.

Verwendungsbeispiele für ›Zange‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erfaßt er, wenn man ihm hilft, schließlich genau, was eine Zange funktionell bedeutet? [Köhler, Wolfgang: Intelligenzprüfungen an Menschenaffen, Berlin: Springer 1963 [1917], S. 112]
Nun hat man sie nachträglich mit Zangen ausgerüstet, damit sie selbst Abfall wegräumen können. [Die Zeit, 29.04.1998, Nr. 19]
Für ein weiteres Experiment schnitten die Forscher eine der beiden Zangen kurz. [Die Zeit, 15.08.2012 (online)]
Darin aufbewahrt lagen einige zerbrochene Knochen, auch eine eiserne Zange. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 216]
Ich bin mit der Zange hier aus dem Po, ich hatte so einen dicken Kopf, oder ich war zuerst so dick. [Die Zeit, 29.09.1972, Nr. 39]
Zitationshilfe
„Zange“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zange>.

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