Zank, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zank(e)s · Nominativ Plural: Zänke · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Zank‹ als Erstglied: Zankapfel · Zankhahn · Zankobjekt · Zanksucht · Zankteufel · zanksüchtig
eWDG

Bedeutung

Streit, der sich in Schimpfen und Vorwürfen äußert
Beispiele:
ein heftiger, grimmiger Zank
einen Zank mit jmdm. haben
sie war so liebenswürdig, als hätte es nie einen Zank zwischen ihnen gegeben
Mitunter beginnt sie einen Zank, nur um mich zum Sprechen zu bringen [ RinserMitte346]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zanken · Zank · Gezänk · zänkisch
zanken Vb. ‘schelten, heftig tadeln’, reflexiv ‘sich streiten’, mhd. zanken, zenken ‘streiten’. Herkunft unbekannt. Zu mhd. frühnhd. zanke ‘Spitze, Zacke’, ablautend neben Zinke (s. d.)? Eine versuchte Herleitung aus ahd. zanigōn ‘mit den Zähnen packen, zernagen, zerfleischen’ (11. Jh.), gebildet wie gleichbed. ahd. zanōn (9. Jh.) zu dem unter Zahn (s. d.) behandelten Substantiv (¹DWB 15, 235), ist nur möglich, wenn, von ahd. (obd.) *zandigōn (zu ahd. zand ‘Zahn’) ausgehend, eine vermittelnde Form *zanggen angenommen wird. Zank m. ‘heftiger Wortwechsel, Streit’, frühnhd. zangk (Ende 15. Jh.), aus dem Verb rückgebildet; das zunächst obd. bezeugte Wort wird durch Luthers Aufnahme in die Bibelübersetzung literatursprachlich. Gezänk n. mhd. gezenke. zänkisch Adj. ‘streitsüchtig’ (1. Hälfte 16. Jh.), zuvor zankisch (2. Hälfte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Auseinandersetzung(en) · Clinch · Geplänkel · Gerangel · Hakelei · Rangelei · Reibungen · Scharmützel · Streiterei · Streitigkeit · Unfrieden · Zank · Zwist · Zwistigkeit  ●  Streit  Hauptform · Differenzen  geh. · Friktion  geh., bildungssprachlich · Hader  geh. · Hickhack  ugs. · Hin und Her  ugs., fig. · Klinsch  ugs., regional · Knatsch  ugs. · Krach  ugs. · Querelen  geh. · Stunk  ugs. · Wickel  ugs., österr. · Zankerei  ugs. · Zoff  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Zank‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zank‹.

Verwendungsbeispiele für ›Zank‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber an diesem Tage kam es glücklicherweise nicht zum Zank zwischen den beiden. [Krüss, James: Mein Urgroßvater und ich, Hamburg: Oetinger 1959, S. 175]
Mitunter beginnt sie einen Zank, nur um mich zum Sprechen zu bringen. [Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 332]
Alle sind sehr gesittet, artig – man hört nie ein ungezogenes Wort, nie einen Zank. [Tucholsky, Kurt: Ausflug nach Robinson. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 21736]
Der Zank der Frauen über seine Pflege vergiftete sein Leben. [Die Zeit, 08.06.2005, Nr. 23]
Glaubt man sich durch das Dienstpersonal vernachlässigt, so wäre es wenig schicklich, darüber einen Zank zu beginnen. [Schramm, Hermine [d.i. Meißner, Hermine]: Das richtige Benehmen in der Familie, in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 14724]
Zitationshilfe
„Zank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zank>.

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