Zaumzeug, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungZaum-zeug (computergeneriert)
WortzerlegungZaumZeug
eWDG, 1977

Bedeutung

Zaum
Beispiele:
silberbeschlagenes Zaumzeug
das Zaumzeug putzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zaum · zäumen · aufzäumen · Zaumzeug
Zaum m. ‘Riemenzeug am Kopf und im Maul von Zug- und Reittieren’, ahd. zoum (8. Jh.), mhd. zoum, zōm ‘Lenkriemen, Zügel, Seil, Wurfriemen’, mnd. tōm, mnl. nl. toom ‘Lenkriemen, Nachkommenschaft’, aengl. tēam, engl. team ‘Nachkommenschaft, Gespann, Mannschaft, Gruppe’ (s. ↗Team), anord. taumr ‘Leine, Zügel, Zaum’, schwed. töm ‘Leine, Zügel’ führen auf germ. *tauma-. Diesem geht germ. *taugma- voraus, ein mit dem Suffix ie. -mo- zum Stamm des unter ↗ziehen (s. d.) behandelten Verbs gebildetes Substantiv. Danach bezeichnet Zaum (wie auch das anders gebildete ↗Zügel, s. d.) eigentlich das, womit man zieht, ‘Zugriemen, Zugseil’, außerdem, entsprechend der Bedeutung des Verbs, das, was erzogen, ernährt wird, ‘Nachkommenschaft’. zäumen Vb. ‘einem Reit- oder Zugtier den Zaum anlegen, aufzäumen’, mhd. zöumen, zoumen; aufzäumen Vb. (15. Jh.). Zaumzeug n. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zaumzeug · ↗Zügel
Unterbegriffe
  • Gebiss · Gebissstange (eines Pferdes) · ↗Kandare · ↗Trense
  • Blendklappen · Blinkers · Scheuklappen · ↗Scheuleder  ●  ↗Augendeckel  veraltet · Augenklappen  veraltet · Schauleder  veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Pferd Sattel Spore Steigbügel Waffe anlegen golden reißen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zaumzeug‹.

Zitationshilfe
„Zaumzeug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zaumzeug>, abgerufen am 08.12.2019.

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