Zehe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zehe · Nominativ Plural: Zehen
WorttrennungZe-he
Wortbildung mit ›Zehe‹ als Erstglied: ↗Zehenballen · ↗Zehengang · ↗Zehengänger · ↗Zehennagel · ↗Zehenspitze · ↗Zehenstand
 ·  mit ›Zehe‹ als Letztglied: ↗Fußzehe · ↗Hammerzehe · ↗Knoblauchzehe · ↗Vorderzehe
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
eines der Glieder des Fußes
a)
vom Menschen
Beispiele:
die große, kleine Zehe
in diesem Schuh stößt die große die Zehe vorn an
ich friere an den Zehen
er hat sich [Dativ] die Zehen erfroren
sich auf die Zehen stellen, heben, um besser sehen zu können, etw. besser erreichen zu können
auf (den) Zehen gehen, schleichen, um nicht gehört zu werden
im Gedränge trat er ihm auf die Zehen
Sie hatte einmal ein Fräulein, das bekam Reißen in der großen Zehe vor Gewitter [FalladaWolf1,138]
Pescara ... musterte dann den Schweizer vom Wirbel zur Zehe (= von Kopf bis Fuß, von oben bis unten) [C. F. MeyerHochzeit d. Mönchs3,253]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichjmdn., jmdm. auf die Zehen treten (= jmdn. meist unbeabsichtigt kränken, beleidigen)
b)
von bestimmten Tieren
2.
Teil der Knoblauchzwiebel, die in der Form 1 ähnelt, Knoblauchzehe
Beispiel:
die Fischsuppe wird mit einigen Zehen Knoblauch gewürzt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zehe f. bewegliches Endglied des Fußes, ahd. zēha (um 800), mhd. zē(he), mnd. , tēwe f., tēn m., mnl. tee f. m., teen m., nl. teen m., aengl. anord. f., engl. toe, schwed. setzen germ. *taihwō(n) voraus. Die etymologische Zuordnung ist unklar. Ein gemeinsamer ie. Ausdruck für ‘Zehe’ fehlt. Bei Anschluß an die unter ↗zeihen (s. d.) angeführte Wurzel ie. *deik̑- ‘zeigen’ ergäbe sich eine Bedeutung ‘Zeiger(in)’, die als Bezeichnung des Fingers auf die Zehe als ‘Finger des Fußes’ übertragen wäre. de Vries Nl. 726 möchte Zehe als ‘Abzweigung des Fußes’ auffassen und mit ahd. mhd. zein ‘Reis, Rute, Rohr, Stab’, asächs. tēn ‘Stab’, mnl. nl. teen ‘Zweig’, aengl. tā(n), anord. teinn, got. tains ‘Zweig’ verbinden; die Etymologie dieser Wortgruppe ist dunkel. Zehe ist von Hause aus Fem.; mask. Formen (wie auch nhd. Zeh m.) stehen wohl unter dem Einfluß von Finger.

Thesaurus

Synonymgruppe
Zeh · Zehe
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Rossolimo-Reflex · Zehenbeugereflex

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abdruck Endglied Entzündung Erfrierung Ferse Finger Fuß Hinterfuß Härchen Nagel Sand Sandale Schwimmhaut Unterschenkel abgefroren amputieren balancieren entzündet erfrieren erfroren gebrechen gebrochen gekrümmt lutschen nackt pulen saugen schlecken wackeln wippen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zehe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dafür traten sie sich aber gegenseitig ganz kräftig auf die Zehen.
Der Tagesspiegel, 02.11.1999
Es sind komplizierte Brüche, auch heute noch sind seine Zehen auf die doppelte Größe angeschwollen.
Süddeutsche Zeitung, 07.08.1999
Können die, ohne hinzusehen, mit den großen Zehen Hosen herunterziehen?
Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 195
Und es fror ihn auch nie mehr an den Zehen.
Preußler, Otfried: Die kleine Hexe, Stuttgart: Thienemann 1980 [1957], S. 69
Am nächsten Vormittag schlich er, wenn er überhaupt einmal gesehen wurde, nur auf den Zehen herum.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 5
Zitationshilfe
„Zehe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zehe>, abgerufen am 11.12.2019.

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