Zeichner, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zeichners · Nominativ Plural: Zeichner
Aussprache
WorttrennungZeich-ner
Wortbildung mit ›Zeichner‹ als Erstglied: ↗zeichnerisch  ·  mit ›Zeichner‹ als Letztglied: ↗Bauzeichner · ↗Comiczeichner · ↗Karikaturenzeichner · ↗Kartenzeichner · ↗Modezeichner · ↗Musterzeichner · ↗Planzeichner · ↗Pressezeichner · ↗Reklamezeichner · ↗Schnellzeichner
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
jmd., der beruflich (künstlerische, technische) Zeichnungen anfertigt
Beispiele:
ein namhafter, bekannter Zeichner
Dürers Bedeutung als Zeichner
der Zeichner hat ausgezeichnete Illustrationen, treffende Karikaturen geschaffen
er ist von Beruf technischer Zeichner
2.
jmd., der Aktien, Anleihen zeichnet
Beispiel:
Denn die Zeichner der Milliarden Mark – sie in Wirklichkeit lieferten dem Staat und dem Krieg das Rückgrat [A. ZweigEinsetzung280]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeichnen · Zeichner · zeichnerisch · Zeichnung · auszeichnen · ausgezeichnet · Auszeichnung · bezeichnen · Bezeichnung · unterzeichnen · Unterzeichnung · verzeichnen · Verzeichnis
zeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, kenntlich machen, (durch Striche) bildlich wiedergeben’, ahd. zeihhanen ‘kennzeichnen, bezeichnen, anzeigen, Wunder tun’ (8. Jh.), mhd. zeichen(en) ‘mit einem Zeichen versehen, (be)zeichnen, aufschreiben, verzeichnen, anzeigen’, asächs. tēknian, mnd. tēken(en), mnl. tēkenen, teikenen, nl. tekenen ‘zeichnen’, aengl. tǣcnan ‘bezeichnen’ (daraus durch Schwund des stammhaften -n- aengl. tǣcan ‘zeigen, erklären, lehren’, engl. to teach ‘unterrichten’), anord. teikna ‘Zeichen geben, bezeichnen’, schwed. teckna ‘zeichnen’, got. taiknjan ‘zeigen’ und ahd. zeihhanōn ‘bezeichnen, bezeugen’ (9. Jh.), aengl. tācnian, tǣcnian ‘kennzeichnen, anzeigen’ sind jan- bzw. ōn-Ableitungen von dem unter ↗Zeichen (s. d.) behandelten germ. Substantiv. Als frühe Bedeutung ist anzusetzen ‘mit Zeichen versehen’; dazu tritt bald ‘mit einem Zeichen ausdrücken, anzeigen, nachbilden’, woraus (spätmhd.) ‘niederschreiben’ und ‘in Linien, Strichen (künstlerisch) gestalten’ (16. Jh.), dann auch ‘seine Unterschrift unter ein Schriftstück setzen, unterschreiben’ (seit dem 17. Jh. in der Kaufmannssprache, sonst meist unterzeichnen, s. unten). Zeichner m. ‘wer (künstlerische, technische) Zeichnungen anfertigt’ (um 1600), älter ‘wer etw. mit einem Zeichen versieht’ (16. Jh.); vom Substantiv mhd. zeichen ‘Wunder’ ist abgeleitet mhd. zeichenære ‘wer Zeichen und Wunder tut, Wundertäter’, an ahd. zeihhan schließt sich an ahd. zeihhanāri ‘Träger des Feldzeichens, Bannerträger’ (11. Jh.). zeichnerisch Adj. ‘das Zeichnen betreffend’ (17. Jh.). Zeichnung f. ‘vorwiegend in Strichen, Linien ausgeführte bildliche Darstellung, natürliche, in einem bestimmten Muster verteilte Färbung bei Tieren und Pflanzen’ (17. Jh.); vgl. ahd. zeihhanunga (um 800), mhd. zeichenunge ‘Bezeichnung, Kennzeichnung’. auszeichnen Vb. ‘mit einem Zeichen versehen, prämieren’, (reflexiv) ‘sich durch besondere Kennzeichen unterscheiden, sich (aus einer Menge) herausheben’, mhd. ūʒzeichenen ‘kennzeichnen, anmerken, auswählen’; ausgezeichnet Part.adj. ‘hervorragend, vorzüglich’ (18. Jh.); Auszeichnung f. ‘Preisangabe, Hervorhebung, Ehrung, Orden, Titel’ (18. Jh.), zuvor (vereinzelt) ‘das Auswählen’ (15. Jh.). bezeichnen Vb. ‘durch Zeichen kenntlich machen, markieren, (be)nennen, charakterisieren’, ahd. bizeihhanen, bizeihhanōn (9. Jh.), mhd. bezeichenen ‘bildlich vorstellen, mit einem Zeichen ausdrücken, bedeuten’; Bezeichnung f. ‘das Kenntlichmachen, Kennzeichnung, Benennung’, ahd. bizeihhanunga (11. Jh.), mhd. bezeichenunge ‘Vorzeichen, Symbol, Bedeutung’. unterzeichnen Vb. ‘(ein Schriftstück) mit seinem Namen unterschreiben’, eigentlich ‘sein (Namens)zeichen unter etw. setzen’; Unterzeichnung f. (beide 16. Jh.). verzeichnen Vb. ‘schriftlich festhalten, aufführen, falsch, in unzutreffenden Formen zeichnen’, übertragen ‘falsch oder übertrieben darstellen, entstellen’; Verzeichnis n. ‘Zusammenstellung in Form einer Liste, Aufstellung, Register’ (beide 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bauzeichner · Konstruktionszeichner · Zeichner
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Maler · Zeichner
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Franz Carl Spitzweg · Karl Spitzweg

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildhauer Cartoonist Comic Dichter Fotograf Grafiker Illustrator Immobilienfonds Karikatur Karikaturist Kinderbuchautor Kontrakt Kupferstecher Lithograph Maler Mohammed-Karikatur Plastiker Radierer Schriftsteller Stecher Texter begabt begnadet belgisch genial manisch satirisch talentiert technisch virtuos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zeichner‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ergebnisse fließen direkt in die Arbeit der Zeichner ein.
Die Welt, 03.04.2004
Die Zeichner hatten es hier vergleichsweise leicht, erzählte doch schon die Musik eine Geschichte.
Der Tagesspiegel, 19.07.2000
Als Zeichner reagierte er in expressiver Steigerung auf die aktuellen Fragen des Lebens.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17228
Aber sonst ist ein mittelmäßiger Zeichner immer noch besser als ein schlechter Maler!
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 253
Dazu war ihm das durch den Zeichner Just besorgte Gift willkommen.
Friedländer, Hugo: Der Zaubermord am Teufelssee vor dem Schwurgericht zu Potsdam. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 28984
Zitationshilfe
„Zeichner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zeichner>, abgerufen am 20.05.2019.

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