Zeilenschinder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungZei-len-schin-der
WortzerlegungZeileSchinder
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp, abwertend jmd., besonders ein Journalist, der über etw. unnötig viel schreibt, um viel zu verdienen, Schreiberling, Vielschreiber

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich durfte als aufstrebender Zeilenschinder auch mitspielen, hielt mich aber sehr zurück, weil ich mit meinem Talent nicht angeben wollte.
Die Welt, 08.09.2003
Das Ungeheuer sitzt womöglich unter der halbseitig zerebral geschädigten Schädeldecke des Zeilenschinders, in seinem Fleisch, in meinem Buch.
konkret, 1990
Mit rühmlichen Ausnahmen sind Wiens Journalisten bezahlte Wegelagerer, Zeilenschinder, Hetzer.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2001
Leider ist dieses Deutsch der Zeilenschinder in die Sprache unserer Bürokratie übergegangen.
Die Zeit, 29.07.1977, Nr. 31
Denn gerade ein Zeilenschinder wollte Félix Fénéon wirklich nicht werden.
Die Welt, 04.09.1999
Zitationshilfe
„Zeilenschinder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zeilenschinder>, abgerufen am 17.11.2019.

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