Zeitfilm, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Zeitfilm(e)s · Nominativ Plural: Zeitfilme
Aussprache[ˈʦaɪ̯tfɪlm]
WorttrennungZeit-film
WortzerlegungZeitFilm
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutung

veraltend filmische Darstellung eines bestimmten zeitlichen Kolorits (2)
Beispiele:
Als weiteres Paradestück für solche Revision: Der Hauptmann von Köpenick[…]Köpenick und Königliche Hoheit: zwei Zeitfilme im wahrsten Sinn des Wortes, ganz aus ihrer Zeit und über die Zeit an sich. [Süddeutsche Zeitung, 28.03.1992]
[»Kirmes«:] Drehbuch: Wolfgang Staudte, Claus Hubalek 1944: ein junger Deserteur flüchtet in seinen Heimatort in der Eifel. Er hofft auf Hilfe. Bitteres, selten gezeigtes Kriegsdrama. »Das ist seit Wickis ›Brücke‹ immerhin der wichtigste, anständigste deutsche Zeitfilm, der sich offen der Vergangenheit stellt. Vielleicht hat er mich deshalb noch stärker beeindruckt, weil er nicht mit dem Zusammenbruch endet. (…) Staudtes Antwort ist genau, aber bitter.« (Hans-Dieter Ross, Süddeutsche Zeitung, 1960). [Kriminalakte, 05.05.2015, aufgerufen am 14.09.2018]
Ein Country-Film ist diese Dokumentation also – und ein Zeitfilm. Auf die Suche nach der verlorenen Zeit machen sich die Filmemacher: in den Gesichtern gealterter Musiker, auf den ewigen Strecken, welche die Trucker zu Schlager- und Country-Musik zurücklegten. [Süddeutsche Zeitung, 04.01.1999]
Die Zuschauer, von mehr als einer Stelle zu demonstrativen Aeusserungen hingerissen, verliessen, nach einem grossen Schlussbeifall, angeregt das Haus – sichtbar unter dem starken Eindruck eines ausgezeichneten Zeitfilms, der turmhoch über vielen Erzeugnissen der Filmindustrie steht. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 01.03.1932]
Zitationshilfe
„Zeitfilm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zeitfilm>, abgerufen am 13.12.2019.

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