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Zeitung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Zeitung · Nominativ Plural: Zeitungen
Aussprache
WorttrennungZei-tung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Zeitung‹ als Erstglied: ↗Zeitunglesen · ↗Zeitungsabonnent · ↗Zeitungsannonce · ↗Zeitungsanzeige · ↗Zeitungsartikel · ↗Zeitungsausschnitt · ↗Zeitungsausträger · ↗Zeitungsbericht · ↗Zeitungsblatt · ↗Zeitungsbogen · ↗Zeitungsbote · ↗Zeitungscorpus · ↗Zeitungsdeutsch · ↗Zeitungsdruck · ↗Zeitungsente · ↗Zeitungsexpedition · ↗Zeitungsfoto · ↗Zeitungsfrau · ↗Zeitungsfritze · ↗Zeitungsgespräch · ↗Zeitungsgewäsch · ↗Zeitungsgruppe · ↗Zeitungshalter · ↗Zeitungshändler · ↗Zeitungsinserat · ↗Zeitungsjunge · ↗Zeitungskiosk · ↗Zeitungskolumne · ↗Zeitungskorpus · ↗Zeitungskorrespondent · ↗Zeitungskritik · ↗Zeitungskunde · ↗Zeitungslesen · ↗Zeitungsleser · ↗Zeitungsleute · ↗Zeitungsmacher · ↗Zeitungsmann · ↗Zeitungsmeldung · ↗Zeitungsmonopol · ↗Zeitungsnachricht · ↗Zeitungsnotiz · ↗Zeitungspapier · ↗Zeitungspolemik · ↗Zeitungsrand · ↗Zeitungsredakteur · ↗Zeitungsrubrik · ↗Zeitungsschreiber · ↗Zeitungsseite · ↗Zeitungsstand · ↗Zeitungsträger · ↗Zeitungsverkäufer · ↗Zeitungsverlag · ↗Zeitungsverleger · ↗Zeitungsverträger · ↗Zeitungswerbung · ↗Zeitungswesen · ↗Zeitungszustellerin · ↗Zeitungsüberschrift
 ·  mit ›Zeitung‹ als Letztglied: ↗Abendzeitung · ↗Arbeiterzeitung · ↗Armeezeitung · ↗Betriebszeitung · ↗Bierzeitung · ↗Bordzeitung · ↗Boulevardzeitung · ↗Bäderzeitung · ↗Börsenzeitung · ↗Emigrantenzeitung · ↗Fachzeitung · ↗Gewerkschaftszeitung · ↗Gratiszeitung · ↗Handelszeitung · ↗Hauptzeitung · ↗Hochzeitszeitung · ↗Jugendzeitung · ↗Juristenzeitung · ↗Kinderzeitung · ↗Kirchenzeitung · ↗Kreiszeitung · ↗Lehrerzeitung · ↗Literaturzeitung · ↗Lokalzeitung · ↗Modezeitung · ↗Morgenzeitung · ↗Online-Zeitung · ↗Onlinezeitung · ↗Oppositionszeitung · ↗Parteizeitung · ↗Qualitätszeitung · ↗Regierungszeitung · ↗Romanzeitung · ↗Rundfunkzeitung · ↗Rätselzeitung · ↗Sonntagszeitung · ↗Sportzeitung · ↗Staatszeitung · ↗Studentenzeitung · ↗Tageszeitung · ↗Verbandszeitung · ↗Wandzeitung · ↗Wirtschaftszeitung · ↗Wochenzeitung
 ·  mit ›Zeitung‹ als Binnenglied: ↗Postzeitungsdienst · ↗Postzeitungsvertrieb
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
regelmäßig, meist täglich erscheinende Druckschrift mit vielseitigem Inhalt, die über aktuelle Ereignisse in Politik, Wirtschaft, Kultur berichtet
Beispiele:
eine Zeitung herausgeben, gründen, verlegen, drucken
die Zeitung erscheint in B, täglich, wöchentlich
die Zeitung hat ihre Auflage erhöht, ihre Leserzahl verdoppelt, ihr Erscheinen eingestellt
er ist Mitarbeiter, Herausgeber einer Zeitung
umgangssprachlich er ist bei der Zeitung
die Titelseite, Kulturseite, Sportseite einer Zeitung
eine fortschrittliche, reaktionäre Zeitung
diese Nachricht ist durch alle Zeitungen gegangen
die Zeitungen sind voll von diesem Ereignis
die Zeitungen beschäftigen sich (eingehend) mit diesem Fall
das hat heute in der Zeitung gestanden
etw. in der Zeitung veröffentlichen, bekanntgeben
eine Anzeige in die Zeitung setzen
Zeitungen austragen
eine Zeitung lesen, abonnieren, halten, bestellen, abbestellen
die Zeitung zusammenfalten, zusammenknüllen
etw. in (alte) Zeitungen einwickeln
Die Gruppe wollte ... eine illegale Zeitung herausgeben [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung11,50]
2.
veraltet Nachricht, Botschaft
Beispiele:
gute, frohe Zeitung bringen
Hättet Ihr den Jubel / Des Volks gesehn, als diese Zeitung sich verbreitet [SchillerStuartII 1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zeitung f. ‘regelmäßig erscheinende Druckschrift mit aktuellen Nachrichten und Berichten’, spätmhd. (westmd.) zīdung, zīding ‘Kunde, Nachricht, Botschaft’ (Ende 14. Jh.), frühnhd. tzijdong, czitunge (15. Jh.), Zeitung (16. Jh.), wohl am Niederrhein entstanden mit anlautendem hd. z- nach mnd. tīdinge, tīdink ‘Ereignis, Nachricht’, mnl. tīdinghe, nl. tijding; vgl. auch aengl. tīdung ‘(Bericht über ein) Ereignis, Nachricht’, engl. tidings (Plur. oder Sing.) ‘Neuigkeit(en), Nachricht(en), Botschaft, Kunde’. Es handelt sich wahrscheinlich um Bildungen im Sinne von ‘Vorkommnis’ zu mnd. tīden ‘sich wohin begeben, zu etw. eilen, etw. begehren, nach etw. streben’, aengl. tīdan ‘geschehen, vorkommen’; vgl. auch anord. tīðr ‘geschehend, üblich, bekannt’ mit tīðask ‘üblich, gebräuchlich sein’ und tīðendi (Plur.) ‘Neuigkeit, Nachricht, Begebenheit’, dän. tidende ‘Nachricht, Zeitung’ (während schwed. tidning ‘Zeitung’ über älteres tīdhing ‘Kunde, Nachricht, Neuigkeit’ aus mnd. tīdinge entlehnt ist). Die Wortgruppe kann zu dem unter ↗Zeit (s. d.) behandelten Substantiv gestellt werden. Die Bedeutung ‘Kunde von einem Geschehen, mündlich überbrachte Neuigkeit’ geht über in ‘schriftlicher oder gedruckter Bericht’ (im 16. Jh. oft in Titeln von Flugschriften; vgl. auch newe zeytung, 1502, für einzelne Empfänger bestimmte Beilagen zu Briefen, die diese wegen ihres allgemein interessierenden Inhalts vervielfältigten bzw. druckten). Danach ist Zeitung die regelmäßig erscheinende und Neuigkeiten enthaltende Druckschrift (zuerst 1609 als Wochenschrift).

Thesaurus

Synonymgruppe
Blatt · ↗Gazette · ↗Heft  ●  ↗Journal  franz. · Zeitung  Hauptform · ↗Blättchen  ugs. · ↗Käseblatt  ugs., abwertend · Käseblättchen  ugs., abwertend · ↗Postille  geh., ironisch · ↗Revolverblatt  ugs., abwertend · ↗Schmierblatt  derb, stark abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bericht Chefredakteur Frankfurter Gespräch Information Interview Zeitschrift allgemein berichten britisch englisch erfahren erscheinend französisch hannoversch israelisch italienisch kommentieren lesen melden mitteldeutsch sagen schreiben spanisch sächsisch süddeutsch türkisch veröffentlichen westdeutsch zitieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zeitung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seinen Namen will er zuerst nicht in der Zeitung lesen, dann ist es ihm doch egal.
Die Zeit, 11.11.2013, Nr. 45
Die Zeitung ist nicht schlechter als andere, wahrscheinlich ist sie besser.
Koeppen, Wolfgang: Das Treibhaus. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1953], S. 315
Die Zeitung lag offen auf meinem Tisch, ich hatte es nicht mehr für nötig gehalten, sie zu verstecken.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 331
Er las einige Minuten, und dann legte er die Zeitung wieder hin.
Tucholsky, Kurt: B. Traven. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Vielleicht ist doch durch die Zeitungen die Kunde davon zu Ihnen gedrungen?
Suttner, Bertha von: Martha's Kinder. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 4317
Zitationshilfe
„Zeitung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zeitung>, abgerufen am 14.11.2018.

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