Zelt, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Zelt(e)s · Nominativ Plural: Zelte
Aussprache
Wortbildung mit ›Zelt‹ als Erstglied: ↗Zeltbahn · ↗Zeltdach · ↗Zeltlager · ↗Zeltleinwand · ↗Zeltmast · ↗Zeltpflock · ↗Zeltplane · ↗Zeltplatz · ↗Zeltschnur · ↗Zeltstadt · ↗Zeltstange
 ·  mit ›Zelt‹ als Letztglied: ↗Beduinenzelt · ↗Bierzelt · ↗Bundeswehrzelt · ↗Circuszelt · ↗Expeditionszelt · ↗Folienzelt · ↗Imbisszelt · ↗Medienzelt · ↗Rundzelt · ↗Spiegelzelt · ↗Sturmzelt · ↗Theaterzelt · ↗Tragluftzelt · ↗Wohnzelt · ↗Wurfzelt · ↗Zirkuszelt
eWDG, 1977

Bedeutung

aus Stangen und Stoffbahnen, Fellen, Häuten oder ähnlichem Material hergestellte, meist behelfsmäßige Unterkunft, Behausung, die leicht auf- und abgebaut werden kann
Beispiele:
ein Zelt aufstellen, (auf)bauen, aufschlagen, (auf)spannen, verankern, abbauen, abbrechen
in Zelten leben, wohnen
in einem Zelt übernachten, schlafen
der Regen prasselte aufs Zelt
der Zirkus errichtete ein Zelt mit vier Masten
bildlich
Beispiele:
seine Zelte irgendwo aufschlagen (= sich irgendwo niederlassen)
er hat seine Zelte wieder in D, bei seiner Mutter aufgeschlagen
die Zelte abbrechen (= den Aufenthaltsort aufgeben)
dichterisch Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt (= Himmelszelt) [GeibelMai]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zelt · zelten
Zelt n. aus Stoffbahnen bestehende, mit Hilfe von Stangen aufzubauende Unterkunft, ahd. (9. Jh.), mhd. zelt, mnd. telt, telde, mnl. telt, aengl. teld (engl. tilt ‘Plane, Verdeck’), anord. tjald, auch ‘Wandteppich’, schwed. tält ‘Zelt’ sind Kurzformen neben ahd. gizelt (um 800), mhd. gezelt, mnd. mnl. getelt, aengl. geteld. Herkunft ungewiß. Vielleicht zu verbinden mit einem in aengl. be-, oferteldan ‘überdecken, umgeben’ bewahrten germ. Verb (dessen starke Flexion wohl sekundär, vgl. Seebold 501); weitere Beziehungen unklar. Oder man geht von einer (nicht belegten) Bedeutung ‘Holzstück, Stütz-, Zeltstange’ aus und sieht in dem Substantiv eine Bildung mit t-Suffix zu der unter ↗Zoll (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *del(ə)- ‘spalten, schnitzen, kunstvoll behauen’. zelten Vb. ‘in einem Zelt wohnen, übernachten’ (Anfang 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Zelt [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bude Decke Hütte Lebensmittel Medikament Nahrungsmittel Plane Rucksack Schlafsack Schloßplatz Wohnmobil Wohnwagen Zelt Zirkus abbrechen aufbauen aufgestellt aufschlagen aufstellen beheizt errichten errichtet hausen kampieren riesig schlafen unterbringen weiß Übernachtung übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Zelt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gab keine Hotels, man übernachtete in großen schwarzen Zelten.
Die Welt, 29.07.2005
Auch der dreijährige Erik trainiert für später, er übernachtet wie seine Mutter im Zelt.
Der Tagesspiegel, 18.01.2004
Seit 1836 wirkte er nur noch in einem 1834 in New York errichteten Zelt.
Schmidt, M.: Finney. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 5012
Es wurde dann mitten im Lager ein großes Zelt errichtet.
o. A.: Vierundvierzigster Tag. Montag, den 28. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21183
Das ergibt bereits mit dem Zelt zusammen mehr als die volle Last.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Zweiter Teil: Die Germanen, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1921], S. 24458
Zitationshilfe
„Zelt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Zelt>, abgerufen am 21.02.2019.

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